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Lexikon Weiterbildung



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A

 

Aufgabenbereicherung
s.„Job Enrichment“

 

Aufgabenerweiterung
s.Job Enlargement“

 

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B

 

Bildungsbedarfsanalyse
Systematische Erfassung des Bildungsbedarfs von Beschäftigten. Sie kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden, z. B. durch Workshops, durch Beobachtung am Arbeitsplatz oder durch Befragung der Beschäftigten selbst oder ihrer Vorgesetzten mittels Fragebogen.

 

Bildungscontrolling
System zur Planung, Koordination, Steuerung und Bewertung betrieblicher Bildungsprozesse.

 

Bildungsmarketing
kennzeichnet im engeren Sinne alle auf die Werbung für Bildungsleistungen gerichteten Aktivitäten. Im weiteren Sinne kann Bildungsmarketing als bewusste, zielgerichtete, markt- und kundenorientierte Führung einer Bildungsorganisation verstanden werden.

 

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C

 

Coaching
Coaching ist ein systematisches Beratungs- und Handlungskonzept welches alle unterstützenden Maßnahmen zur gezielten persönlichen und fachlichen Entwicklung von Führungskräften und Mitarbeitern einschließt.

 

Computer Based Training (CBT)
Sammelbezeichnung für Qualifizierungen auf der Basis von Computersystemen. Lernprogramme, die mit Hilfe des Computers Wissen vermitteln oder Fähigkeiten und Kenntnisse trainieren. Sie bieten die Möglichkeit zur multimedialen Darstellung der Inhalte durch Nutzung von Ton oder Video und zur Simulation von Zusammenhängen (z. B. Unternehmensplanspiele).

 

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D

 

Developing
(=entwickeln); beim Developing handelt es sich um eine in neuerer Zeit entwickelte eigenständige Philosophie der Unternehmenssteuerung. Dieses Verständnis von Unternehmenssteuerung und -führung geht davon aus, dass die ührungsaufgaben „Qualifizieren", „Organisieren" und „Kommunizieren" gezielt miteinander verzahnt sein müssen, um permanente Entwicklungsprozesse im Unternehmen zu gestalten. (vgl. auch „Organisationsentwicklung)

 

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E

 

Explizites Wissen
Wissen, welches dokumentierbar und übertragbar ist. Es ist im Gegensatz zum impliziten Wissen artikulierbar und nicht an eine Person gebunden. Explizites Wissen kann mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechniken übertragen, verarbeitet und gespeichert werden.

 

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F

 

Fachkompetenz
Fähigkeit und Bereitschaft, die berufstypischen Aufgaben fachgerecht, selbständig und eigenverantwortlich zu bewältigen. Zur Fachkompetenz gehören: fachliche Fertigkeiten und Kenntnisse, Erfahrungen, Verständnis fachspezifischer Fragestellungen und Zusammenhänge sowie die Fähigkeit, fachliche Probleme technisch einwandfrei und zielgerecht zu lösen.

 

Firmenseminar
Durch einen firmenexternen Bildungsanbieter durchgeführte Qualifizierung, die für die Mitarbeiter eines Unternehmens, in der Regel auch in den Räumlichkeiten des Unternehmens, durchgeführt wird. Dadurch, dass sich der Teilnehmerkreis usschließlich aus Mitarbeitern eines Unternehmens zusammensetzt, können Firmenseminare die spezifischen betrieblichen Gegebenheiten in stärkerem Maße berücksichtigen als offene Seminare (s. auch „Maßgeschneiderte Qualifizierung“).

 

Follow-Up-Training
Auch Auffrischungstraining, zielt auf Transfersicherung von Bildungsmaßnahmen und reicht vom Kurzseminar/Workshop über ein telefonisches/schriftliches Interview vom Trainer bis zum Gespräch mit dem Vorgesetzten. Ein Follow-up-Seminar als integraler Bestandteil maßgeschneiderter Qualifizierung finden in einem zeitlichen Abstand von ca. sechs bis acht Wochen statt. Im Mittelpunkt stehen die Wiederholung wichtiger Seminarinhalte, die Umsetzung von Seminarzielen, der Austausch über Transferprobleme oder die Bearbeitung weiterführender Impulse.

 

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H

 

Handlungskompetenz
Unter Handlungskompetenz wird die Fähigkeit verstanden, aufgabengemäß, zielgerichtet, situationsbedingt und verantwortungsvoll betriebliche Aufgaben zu erfüllen und Probleme zu lösen, und zwar - je nach arbeitsorganisatorischen Gegebenheiten und Erfordernissen - entweder allein oder in Kooperation mit anderen. Handlungskompetenz bedingt insbesondere: Fachkompetenz, Methodenkompetenz und Sozialkompetenz.

 

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I

 

Implizites Wissen
Wissen, das aufgrund der Leistung, die jemand vollbringt, offenbar vorhanden ist, dessen sich die Person aber nicht unbedingt bewusst ist und über das sie keinerlei Auskunft geben kann oder will. Das Wissen ist an eine bestimmte Person gebunden und entsteht vor einem individuellen und persönlichen Erfahrungshintergrund und Kontext.

 

Information
Der „Rohstoff“ zur Wissenserzeugung und die Form, in welcher Wissen kommuniziert und gespeichert werden kann. Informationen sind Daten, die in einem gewissen Kontext interpretierbar und damit für den Empfänger zu Informationen werden. Informationen bieten die Grundlage für durch einen Lernprozess erworbenes Wissen.

 

Intellectual Capital - abgekürzt: IC
Englischer Fachbegriff für Wissenskapital

 

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J

 

Job Enlargement (Aufgabenerweiterung)
bezeichnet die Zusammenfassung von strukturell gleichartigen Teilaufgaben. Es erfolgt eine Erweiterung des Aufgabenbereiches dadurch, dass der Arbeitende innerhalb seines Arbeitsplatzes verschiedene Tätigkeiten mit gleichem oder ähnlichem Anforderungsniveau ausübt. (s. auch „Job Enrichment)

 

Job Enrichment (Aufgabenbereicherung)
bezeichnet die Zusammenfassung von mehreren strukturell verschiedenen Teilaufgaben. Die Bereicherung des Aufgabenbereiches erfolgt dadurch, dass die Arbeitsaufgabe nicht nur horizontal (s. „Job Enlargement“), sondern auch vertikal im Sinne höherer Arbeitsanforderungen ausgeweitet wird. Auf eine Einzeltätigkeit bezogen, bedeutet Job-Enrichment, dass zu der reinen Ausführung der Tätigkeit auch planende und kontrollierende Elemente hinzukommen.

 

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K

 

Kommunikationstraining
Verhaltenstraining mit dem Ziel, Mitarbeiter zu einer erhöhten Bereitschaft zur Kommunikation und Zusammenarbeit anzuleiten. Die Teilnehmer werden befähigt, Gespräche und Zusammenarbeitsformen nach verschiedenen Anlässen und Zielen zu differenzieren und zu erkennen, welches Verhalten sich fördernd bzw. hemmend für Kommunikation und Kooperation auswirkt.

 

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L

 

Lernende Organisation
Unternehmen, das die Voraussetzungen dafür schafft, dass das Know-how jedes einzelnen Mitarbeiters und die Ergebnisse aller Lernprozesse der gesamten Organisation zur Verfügung stehen. (siehe auch „Organisationsentwicklung“)

 

Lerntransfer
Im Kontext betrieblicher Weiterbildung bezeichnet Lerntransfer die Übertragung von Lerninhalten aus der Lernsituation in die betriebliche Anwendungssituation. (s. Transfersicherung)

 

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M

 

Maßgeschneiderte Qualifizierung
Qualifizierungsform, die in enger Abstimmung mit dem Unternehmen und den betrieblichen Beteiligten konzipiert und durchgeführt wird. Hierzu zählen sowohl Seminare und Trainings zu bestimmten Inhalten (Qualifizierung im engeren Sinne) als auch zusätzliche Dienstleistungen wie eine systematische Bedarfsanalyse, Maßnahmen zur Transfersicherung und Erfolgsermittlung sowie - je nach Bedarf - auf das Unternehmen zugeschnittene Beratungs- und Unterstützungsleistungen (Qualifizierung im weiteren Sinne).

 

Methodenkompetenz
Fachübergreifende Qualifikation (s. „Schlüsselqualifikationen); Fähigkeit und Bereitschaft, Mittel und Wege zur erfolgreichen Aufgabenbewältigung zu kennen und anzuwenden. Hierzu zählt vor allem, Probleme zu erkennen und mit Hilfe von geeigneten Strategien selbständig zu lösen. Zur Methodenkompetenz gehören z.B. Strategien zur Informationsbeschaffung, Arbeitsplanung, Arbeitsstil, Anpassungsfähigkeit, Problemlösungs- und Kreativitätstechniken.

 

Mitarbeiterpotenzial
Gesamtheit aller Fähigkeiten, Kenntnisse und Begabungen eines Mitarbeiters, die für seine Leistung oder sein Leistungsvermögen relevant sind und die für ein Unternehmen nutzbar gemacht werden können. Eine gute Kenntnis des Mitarbeiterpotenzials ist wesentliche Grundlage für eine zielgerichtete Personalentwicklung. Für die Ermittlung des Mitarbeiterpotenzials gibt es eine Reihe unterschiedlicher, systematischer Verfahren, von denen das bekannNeue das Assessment-Center ist.

 

Moderationstechnik
Methode zur Aktivierung von Teilnehmern, zur Sammlung und Visualisierung von Ideen, Vorkenntnissen, Erfahrungen und Wünschen, zur Strukturierung von Diskussionen und zur Präsentation von Ergebnissen. Zu den wichtigsten Hilfsmitteln zählen Flipcharts, verschiedenfarbige Karten, Klebepunkte und Filzstifte.

 

Modulsystem
gestufte Kombination verschiedener Qualifizierungseinheiten (= Module), die auch einzeln belegt werden können (Baukastensystem). Dies ermöglicht ein differenzierteres Lernen, da sich Teilnehmer/Unternehmen entsprechend ihrer Vorkenntnisse und Verwendungsinteressen individuelle Programme zusammenstellen können.

 

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O

 

Organisationsentwicklung (OE)
bezieht sich auf die Entwicklung von Mitarbeitern und Gruppen in ihren organisatorischen Einheiten. OE bezeichnet eine Vielzahl von Methoden und Maßnahmen mit dem Ziel der langfristigen, systematischen Veränderung bzw. Entwicklung von Organisationsstrukturen und -prozessen. Organisationsentwicklung ist eine Veränderungsstrategie, bei der die aktive Beteiligung der Mitarbeiter Voraussetzung ist (s. auch „Lernende Organisation). Weiterbildungen sind integraler Bestandteil der Organisationsentwicklung.

 

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P

 

Personalentwicklung
Personalentwicklung ist die Gesamtheit aller Maßnahmen, die geeignet sind, die Handlungskompetenz der Mitarbeiter weiter zu entwickeln, zu erhalten und ständig zu erneuern. Ziel ist es, den Unternehmenserfolg unter weiNeu gehender Berücksichtigung der Potenziale und Interessen der Mitarbeiter zu sichern. Weiterbildungsmaßnahmen sind wichtige Bestandteile der Personalentwicklung.

 

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R

 

Reorganisation
umfasst alle Bemühungen, eine Gesamtorganisation oder wesentliche Teile davon, wie z. B. Vertrieb oder Produktion, mit dem Ziel der Effizienzverbesserung zu verändern. Hierunter fallen nicht nur technische Veränderungsmaßnahmen, sondern auch hiermit in unmittelbarer Verbindung stehende qualifikatorische Veränderungen. Reorganisationen sind oftmals verbunden mit flacheren Hierarchien, einer stärkeren Einbeziehung und Beteiligung von Mitarbeitern sowie einer Verbesserung des innerbetrieblichen Informationsflusses.

 

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S

 

Schlüsselqualifikationen
Auch extra-funktionale bzw. fachübergreifende Qualifikationen; Schlüsselqualifikationen ergänzen und erweitern fachliche Qualifikationen. Schlüsselqualifikationen liegen in persönlichen Eigenschaften und Einstellunen wie Leistungsbereitschaft, Lernpotenzial, Problemlösungskompetenz, Belastbarkeit oder Teamfähigkeit. (siehe auch „Methodenkompetenz)

 

Skills

Skills sind „Fähigkeiten und Fertigkeiten“, die zwar einerseits „stilles Wissen“ sind, sich andererseits aber recht gut dokumentieren und schulen lassen. Skills sind messbar im Sinne von Zeit und Qualität. Beispielsweise benötigen manche Kollegen nur eine Stunde, um ein bestimmtes Konzept in einer bestimmten Qualität zu erstellen. Andere Kollegen mit der gleichen Ausbildung schaffen dies aber nicht einmal in acht Stunden. Diese können aber das Konzept vielleicht wesentlich effizienter und schneller umsetzen.

 

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T

 

Teamentwicklung
Anlass von Teamentwicklung ist nicht ein akutes Problem, sondern der generelle Wunsch des Managements oder der Gruppe, den Zusammenhalt und die Effizienz einer neugegründeten oder schon bestehenden Arbeitsgruppe zu steigern. Im Vordergrund steht die Interaktion (Kommunikation, Kooperation) in der Gruppe. Konkrete Ziele von Teamentwicklung können sein: Entwicklung von Gruppenzielen, Entwicklung von gegenseitigem Vertrauen, Unterstützung, Sicherheit, offene Kommunikation, Rollenklärung der einzelnen Gruppenmitglieder usw. Teamentwicklung wird oft auch als „kleine“ Organisationsentwicklung bezeichnet und reicht von einmaligen Seminaren/Workshops bis zum dauerhaften Systemcoaching.

 

Training-off-the-job
Bildungsmaßnahmen, die in Schulungsräumen, oftmals bei externen Bildungsanbietern, stattfinden und bei denen in der Regel unterschiedliche Teilnehmergruppen qualifiziert werden. Ihre Bedeutung ist tendenziell abnehmend, da sie sehr teuer sind und zudem hohe Transferprobleme in die jeweilige Arbeitssituation mit sich bringen.

 

Transfersicherung
Alle Maßnahmen, die vor, während und nach einer Qualifizierung getroffen werden können, um die optimale Anwendung von Lerninhalten im betrieblichen Funktionsfeld sicherzustellen und damit den Nutzen betrieblicher Weiterbildung zu steigern. (s. auch „Lerntransfer)

 

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U

 

Unternehmenskultur
System von Wertvorstellungen, Verhaltensnormen, Denk- und Handlungsweisen eines Unternehmens, das sich in veröffentlichten Zielen und Regeln zeigt, aber auch in Umgangsformen, Ritualen, Sprache, Architektur, Arbeitsplatzgestaltung und dem Umgang mit Kunden und Mitarbeitern zu erkennen ist. Die Unternehmenskultur wird insbesondere von Führungskräften gestaltet und beeinflusst.

 

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W

 

Weiterbildungsbeauftragter
Mitarbeiter, der vor allem in Kleinen und Mittleren Unternehmen haupt- oder nebenamtlich mit Fragen der betrieblichen Weiterbildung beauftragt ist.

 

Weiterbildungsplan
Ergebnis einer Bildungsbedarfsanalyse. Enthält die Weiterbildungsmaßnahmen, die insgesamt in einem Unternehmen geplant werden und die Planung der Teilnehmer, die an diesen Maßnahmen teilnehmen. Es können auch persönliche Weiterbildungspläne für einzelne Mitarbeiter erstellt werden.

 

Wissen
Wissen ist eine fließende Mischung aus Fachkenntnissen, Erfahrungen, Können, Wertvorstellungen und Kontextinformationen. Entstehung und Anwendung von Wissen vollziehen sich durch „Kopfarbeit“. In Organisationen ist Wissen häufig nicht nur in Dokumenten und Speichern enthalten, sondern ist auch eingebettet in organisatorischen Routinen, Prozessen, Praktiken und Normen. Wissen ist mehr als Information. Wissen ist die Vernetzung vieler Informationen, welches deren Nutzung in einem bestimmten Handlungsfeld ermöglicht. Wissen wird hier als Handlungskompetenz in einem Verwendungsfeld verstanden.

 

Wissensbilanz
Bestandsaufnahme des Unternehmens (Wissen und Erfahrungen der Mitarbeiter, Potenziale des Unternehmens, Nutzen von Außenkontakten, Kundenwissen), um Wissenslücken zu identifizieren und Wissensbedarf aufzudecken. Die Wissensbilanz dient oft als Grundlage für Weiterbildungspläne und organisatorische oder technische Veränderungen.

 

Wissensentwicklung
ist einer der Bausteine für den Wissenserwerb. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung neuer Fähigkeiten und Fertigkeiten, neuer Produkte, besserer Ideen und leistungsfähigerer Prozesse. Wissensentwicklung ist ein ergänzender Baustein zum Wissenserwerb.

 

Wissensformen

  • Expertenwissen umfasst das Wissen über die relevanten Bereiche einer Organisation, z. B. Gestaltung von betriebswirtschaftlichen Elementen.

  • Führungswissen bezieht sich auf die realen hierarchischen Strukturen einer Organisation, z. B. Arbeitsteilung, Motivationssysteme, Disziplin.

  • Gesellschaftliches Wissen bezieht sich auf die Rahmenbedingungen, die organisational Entscheidungsprozesse beeinflussen und auf Verhaltensmaßstäbe und geltende rechtliche Vorgaben (Arbeitsverträge, Tarifverträge, Gesellschaftsformen).

  • Kollektives Wissen ist Wissen, das nicht nur für einzelne Personen, sondern für Gruppen oder eine ganze Organisation verfügbar ist.

  • Milieuwissen bezieht sich auf die Erwartungen, die an Mitarbeiter gerichtet sind, auf Kriterien, welche Initiativen wann erfolgreich sind und wie Kontrollmechanismen wirken und zu handhaben sind.

  • Privates Wissen ist das Wissen einer Einzelperson.

  • Produktwissen bezieht sich auf die Produkte, Dienstleistungen, Verfahren und Märkte eines Unternehmens (Nutzen, Funktionsweise, Erstellung, Absatz, Variationsmöglichkeiten).

 

Wissenskapital
Immaterielle Unternehmenswerte: Kompetenz der Mitarbeiter, interne Struktur, externe Struktur. Durch eine Steuerung des Wissenskapitals (Wissensmanagement) kann der immaterielle Unternehmenswert wachsen.

 

Wissensmanagement
Systematische und zielorientierte Nutzung, Entwicklung und Anwendung von Wissen und Fähigkeiten von Einzelpersonen oder einer Organisation, um diese handlungsfähiger, innovativer und effizienter zu machen und einem Erfahrungsverlust durch Personalwechsel vorzubeugen. Durch Schaffung personenunabhängiger Lernsysteme kann das von den Organisationsmitgliedern geteilte Wissen weiterentwickelt werden. Es gibt acht Bausteine des Wissensmanagements: Wissensziele definieren, Wissen identifizieren, Wissen erwerben, Wissen entwickeln, Wissen (ver)teilen, Wissen bewahren, Wissen nutzen, Wissen bewerten.

 

Workshop
Kurze (mehrstündige oder mehrere Tage dauernde) Veranstaltungsform zur Ideenfindung, Problemlösung oder zum Erfahrungsaustausch. Der Workshop wird mit Hilfe von Kreativitäts-, Problemlösungs- und Moderationstechniken, teilweise unter Einbeziehung eines Moderators oder Experten, geführt. Im Vordergrund steht die aktive gemeinsame Problembearbeitung durch alle Teilnehmer, weniger die frontale Erörterung vorformulierter Problemlösungsstrategien.

 

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