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LIQUIDE-Infobrief No. 1/2001

Weiterbildung contra Frühverrentung: Lebenslanges Lernen für Ältere

Mitarbeiter/innen in Deutschland werden immer älter. Bis zum Jahr 2010 werden über 30% der Erwerbstätigen über 50 Jahre alt sein. Der Arbeitsmarkt der Zukunft wird sich darauf einstellen müssen, dass der seit längerem verfolgten Praxis, die Arbeit von Alt auf Jung umzuverteilen, entgegengewirkt werden muss. Diese Praxis hat mit sich gebracht, dass ältere Erwerbslose heutzutage immer schwerer oder gar nicht mehr in Lohn und Brot zu vermitteln sind. Dabei gäbe es ein Mittel dagegen, das nicht nur jetzt, sondern genauso für die zukünftige Entwicklung des Arbeitsmarktes von Vorteil sein könnte: Das Mittel heißt Weiterbildung.

Wenn die Rede vom „lebenslangen Lernen“ ist, wird selten an ältere Mitarbeiter/innen gedacht. Ältere Mitarbeiter/innen sind weniger leistungsfähig, heißt es dann, dabei gibt es für dieses Vorurteil zahlreiche Gegenbeweise. Ein anregendes, weiterbildungs- und entwicklungsfreundliches Unternehmensumfeld fördert sowohl Leistungserhalt als auch Leistungsfähigkeit.

Die Herausforderung liegt also in der Weiterbildung. Unternehmen, die auch im Jahre 2010 wettbewerbsfähig und innovativ sein wollen, sollten sich darüber im Klaren sein, dass die gesteckten Ziele nur erreicht werden können, wenn rechtzeitig auf die Kompetenzentwicklung der Mitarbeiter/innen gesetzt wird. Ältere Mitarbeiter/innen verfügen über Erfahrungen, Spezialwissen und soziale Kompetenz - ein fruchtbarer Boden, auf dem Weiterbildung gut gedeihen kann. Es lohnt sich für jeden Betrieb, in die Weiterbildung dieser Mitarbeiter/innen zu investieren. Denn: Spätestens wenn der Nachwuchs knapp wird, wird die Weiterbildung der Älteren immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Mehr Informationen zum Thema:

www.bda-online.de

50 plus-Kampagne der Bundesanstalt für Arbeit
 

 
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