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Wahlprogramme: Schröder und Stoiber zur Weiterbildung

Der Herausforderer Edmund Stoiber hat sein Wahlprogramm vorgelegt und auch Amtsinhaber Gerhard Schröder präsentierte bereits einen Entwurf seiner politischen Vorstellungen bis 2006. In beiden Programmen äußern sich die Kandidaten auch zur Zukunft der Weiterbildung. Vor allem die Sicherung der Qualität von Weiterbildungsveranstaltungen liegt den Kontrahenten am Herzen. Die "Stiftung Bildungstest" wird sowohl von Schröder als auch von Stoiber als wichtiges Instrument zur Qualitätskontrolle eingestuft.

Während Schröder auf die Verbesserung des Meister-BAföGs in seiner Regierungszeit hinweist und die Teilnahme an Weiterbildung zur Selbstverständlichkeit machen will, betont Stoiber die Notwendigkeit von kürzeren Erstausbildungszeiten und sein Ziel eines fairen Wettbewerbs auf dem Weiterbildungsmarkt. Lesen Sie hier die Ausführungen zur Weiterbildung in den vorliegenden Regierungsprogrammen:

Aus dem Wahlprogramm des Amtsinhabers,
Gerhard Schröder:
 

Aus dem Wahlprogramm des Herausforderers, Edmund Stoiber:

Wichtige Säule Weiterbildung
Lebensbegleitendes Lernen muss zu einem Grundprinzip der Bildungspolitik werden. Berufsbezogene Weiterbildung wird heute vor allem von denen genutzt, die schon vorher über eine überdurchschnittliche Ausbildung verfügten. Die Strukturen der Weiterbildung müssen offener und transparenter und die Teilnahme an Weiterbildung zur Selbstverständlichkeit werden.

Berufliche Meisterschaft
Wir haben das Meister-BAföG deutlich verbessert und damit eine wichtige Grundlage für bessere Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich der beruflichen Bildung gelegt. Die dadurch erlangten Qualifikationen können für eine Existenzgründung in einem eigenen Betrieb oder auch für die Fortsetzung des Bildungsweges an Fachhochschulen oder Hochschulen genutzt werden.

Stiftung Bildungstest
Zur Sicherung der Qualität von Weiterbildungsangeboten wird eine Stiftung Bildungstest auf Bundesebene aufgebaut, die die Weiterbildungsangebote prüft. So ist es möglich, einen produktiven Wettbewerb unter den Weiterbildungsanbietern zu erreichen und Transparenz für die Kunden von Weiterbildung zu schaffen. Wir werden den Aufbau regionaler Bildungslandschaften fördern, die zu einer Zusammenarbeit von Schulen, Hochschulen, Betrieben und anderen Trägern der Bildungsarbeit führt. Dadurch können die Bildungswege besser aufeinander abgestimmt und Zugänge erleichtert werden. Volkshochschulen und andere Institutionen der Erwachsenenbildung werden eine wichtige Rolle in der Weiterbildung behalten.


Die in der Erstausbildung erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten reichen schon heute nicht mehr für ein ganzes Berufsleben aus. Deshalb müssen wir auf kürzere Erstausbildungszeiten in Schule, Berufsausbildung und Studium hinwirken und die Weiterbildung fördern. Wir werden für Qualitätskontrolle und einen fairen Wettbewerb unter den Weiterbildungsangeboten sorgen. Wesentliches Instrument wird die "Stiftung Bildungstest" sein, die wir vorgeschlagen haben. Sie muss, frei von staatlichen Gängelungsversuchen, ein unabhängiges Votum über Qualität liefern und Handlungsbedarf aufzeigen können.



  
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