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Betriebliche Weiterbildung: IT und Management gefragt

IT und Management sind die wichtigsten Weiterbildungsfelder für deutsche Unternehmen. Jeweils etwa 20 Prozent der betrieblichen Weiterbildungsstunden werden zu diesen beiden Themenbereichen durchgeführt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage bei über 3000 deutschen Unternehmen, die jetzt vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wurde. Dahinter folgen auf den Plätzen Technik und Produktion, Verkaufstraining und Sprachkurse. Die privaten Bildungsanbieter sehen sich in diesem Markt einer großen Konkurrenz ausgesetzt: Sie führen der Studie zu Folge nur jede dritte Lehrstunde durch. Organisationen der Wirtschaft, öffentliche Bildungsanbieter und andere Wettbewerber können sich einiges vom Kuchen abschneiden.

Betriebliche Weiterbildung nach ThemenUmfrage des Statistischen Bundesamtes wurde als Teil der Zweiten Europäischen Erhebung zur beruflichen Weiterbildung durchgeführt. 26 europäische Länder beteiligten sich an dieser im Jahr 2000 durchgeführten Unternehmensbefragung. In Deutschland wurden 10.000 Unternehmen befragt, ein knappes Drittel antwortete. Von diesen boten 75 Prozent ihren Mitarbeitern berufliche Weiterbildung an. Die Aktivitäten variierten jedoch stark in den jeweiligen Wirtschaftsbereichen. Im Kredit- und Versicherungsgewerbe boten sämtliche Unternehmen ihren Mitarbeitern Fortbildungen an, im Baugewerbe war es nur jedes zweite. Die betriebliche Weiterbildung weist eine große Vielfalt an Themenbereichen auf.

Die Unternehmen wurden gefragt, wie viele Stunden ihre Beschäftigten an Lehrveranstaltungen teilgenommen hatten, und zwar aufgeschlüsselt nach zehn Themengebieten. Jedes fünfte Unternehmen war nicht in der Lage oder nicht bereit, ihre Teilnahmestunden den Themen zuzuordnen. Die Klassifikation der Weiterbildungen bereitete den Firmen Schwierigkeiten, sodass häufig die Kategorie "andere Themen" genutzt wurde.

Auf das Thema IT/EDV entfielen 20,7 Prozent aller Teilnahmestunden. Damit liegen Computerkenntnisse knapp vor den Themen Managementfähigkeiten und Arbeitstechniken, denen ebenfalls etwa jede fünfte Weiterbildungsstunde (19,6 Prozent) gewidmet wurden. In diesen Bereich fallen nach der Systematik des Statistischen Bundesamtes unter anderem Personalentwicklung, Qualitätsmanagement, Kooperationstraining und auch Gesprächsführung. Die Themenbereiche Technik/Produktion und Verkaufstraining lagen bei jeweils 11 Prozent, auf andere Bereiche entfielen zwischen drei und acht Prozent der Weiterbildungsstunden.

Weiterbildungsstunden externer Anbieter Den Markt für betriebliche Weiterbildungen, welche die Unternehmen nicht selbst durchführen, teilen sich eine ganze Reihe unterschiedlicher Anbieter untereinander auf. Das größte Gewicht als Träger externer Lehrveranstaltungen haben die privaten Anbieter. Doch auch sie sind lediglich für ein gutes Drittel der extern durchgeführten Weiterbildungsstunden verantwortlich. Organisationen der Wirtschaft und die berufsständischen Kammern sind die größte Konkurrenz: Jede fünfte Fortbildungsstunde wird von ihnen durchgeführt. Das Weiterbildungsangebot von Herstellern und Lieferanten wird von den Unternehmen ebenfalls gerne wahrgenommen. 16 Prozent der Weiterbildungsstunden gehen auf ihr Konto. Der Anteil der Hochschulen und Fachschulen an den Teilnahmestunden fällt mit unter fünf Prozent dagegen kaum ins Gewicht. Noch geringer ist nur der Anteil der Gewerkschaften: Magere zwei Prozent der betrieblichen Weiterbildungszeit werden von den Arbeitnehmervertretern bestritten.



 
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