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Privatpersonen investieren Milliarden in berufliche Weiterbildung

Die Deutschen tun etwas für ihre berufliche Weiterbildung - und lassen sich ihre Qualifizierung etwas kosten: Knapp 14 Mrd. Euro wurden von insgesamt 27,8 Mio. Personen in Deutschland für die eigene berufliche Weiterbildung aufgewendet. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) aus dem Jahr 2002, die erst jetzt veröffentlicht wurde.

Im Rahmen der Studie wurden 2.000 Teilnehmer/innen an beruflicher Weiterbildung zu ihren Weiterbildungsaktivitäten und -kosten befragt. Danach nehmen zwei von drei „erwerbsnahen“ Personen im Alter von 19 bis 64 Jahren an beruflicher Weiterbildung teil.

39 Prozent dieser Personengruppe nahm an Lehrgängen im eigenen Betrieb oder in Weiterbildungseinrichtungen teil, also an „klassischer“ formalisierter Weiterbildung. Über ein Viertel besuchte Kongresse, Tagungen oder Fachmessen, um sich beruflich weiterzubilden. Viele Personen nahmen an mehreren unterschiedlichen Weiterbildungen teil. Im Durchschnitt waren es 1,4 Weiterbildungen pro Person.

Pro Teilnehmer fielen Kosten in Höhe von rund 500 Euro an. Dabei geht das BIBB von einem sehr weiten Kostenbegriff aus: Neben den unmittelbaren Ausgaben wird auch der entgangene Nutzen (Opportunitätskosten, also Verzicht auf bezahlte Überstunden, unbezahlter Urlaub etc.) als indirekte Kosten erfasst. Die Kostenbelastung unterscheidet sich bei den einzelnen Teilnehmern stark:
  • 45 Prozent müssen keinerlei Kosten selbst tragen.
  • Für 14 Prozent liegen die Kosten mit bis zu 99 € relativ niedrig.
  • 28 Prozent haben spürbare Kosten von 100 bis 999 Euro.
  • Hohe Kosten von über 1.000 Euro entstehen 13 Prozent der Teilnehmer, wobei 2 Prozent auf extrem hohe Kosten von 5.000 Euro und mehr kommen.


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