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Test Weiterbildungsberatung: Arbeitsagentur fällt durch

Stiftung Warentest hat Weiterbildungsberater getestet. Welche Beratungsstelle hilft am besten dabei, eine persönliche Weiterbildungsstrategie zu entwerfen? Werden individuelle Berufsbiographien angemessen berücksichtigt? Wie detailliert werden Finanzierungsoptionen behandelt? Das Ergebnis: Die Arbeitsagenturen beraten am schlechtesten.

Die Weiterbildungstester prüften ausschließlich trägerneutrale Beratungsstellen. Dazu gehören neben den Arbeitsagenturen die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern, kommunale und eigenständige Träger, Volkshochschulen und Frauenberatungsstellen. Wer auf der Suche nach der richtigen Weiterbildung ist, sollte am besten gleich mehrere dieser Beratungsstellen aufsuchen und dabei den persönlichen Beratungsbedarf genau kennen. In den vier Modellfällen der Stiftung Warentest haben die Institutionen sehr unterschiedliche Stärken und Schwächen gezeigt.

  • Für Aufsteiger: Die Kammern sind erster Anlaufpunkt für Weiterbildungsinteressierte mit Karriere im Blick. In ihren jeweiligen Berufsfeldern können die Kammern den regionalen Arbeitsmarkt gut einschätzen und bei der Aufstiegsplanung weiterhelfen. Allerdings empfehlen Kammern gerne ihre eigenen Weiterbildungsangebote. Ein Gespräch mit dem Chef über die Perspektiven im Beruf ist zudem dringend ratsam.
  • Für Arbeitslose: Der Gang in die Arbeitsagentur ist unerlässlich. Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten können hier abgeklärt werden. Dies allerdings erst nach langen Wartezeiten bei der Terminvergabe und beim Beratungstermin selbst. Orientierungshilfe bieten die Arbeitsagenturen nur in den seltensten Fällen. Hier können kommunale Beratungseinrichtungen weiterhelfen.
  • Für Frauen: Frauenberatungsstellen sind für Frauen tatsächlich der beste Anlaufpunkt. Engagierte Beraterinnen, freundliche Atmosphäre, individuelle und konkrete Vorschläge lobt die Stiftung Warentest. Leider gibt es Frauenberatungsstellen bei weitem nicht flächendeckend. Bei finanziellen Fragen können außerdem die Arbeitsagenturen eingeschaltet werden, die zumeist spezielle Beraterinnen für den Wiedereinstieg nach der Kinderbetreuung haben.
  • Bei drohender Arbeitslosigkeit: Wenn Angestellte feststellen, dass ihre Qualifikation bald nicht mehr ausreichen könnte, oder wenn Studienabbrecher keine Perspektive für sich sehen, können Weiterbildungsmaßnahmen helfen. Diese Zielgruppen sollten sich am besten bei mehreren Institutionen Rat holen. Kommunale Stellen bieten hier die besten Beratungen an. Für finanzielle Fragen sollte ein Termin bei der Arbeitsagentur gemacht werden. Je nach Berufsfeld lohnt es auch, das Beratungsangebot von Kammern anzunehmen.


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