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Qualitätsmanagement bei WeiterbildungsanbieternQualität in der Weiterbildung – nicht erst seit der Einrichtung der Abteilung Weiterbildungstest wird die unterschiedliche Qualität von Weiterbildungsanbietern wieder ausführlich diskutiert. Eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung gibt eine Teilentwarnung: Das Thema Qualität hat sich bei den Weiterbildungsanbietern in den letzten Jahren durchgesetzt. Nur vier Prozent der befragten Einrichtungen hatten zum Zeitpunkt der Befragung keine Qualitätssicherungs- oder Qualitätsmanagementsysteme eingeführt oder machten keine Angaben darüber."Eine pädagogische Qualifikation ist nur selten Einstellungsvoraussetzung", zitiert die Süddeutsche Zeitung eine Dozentin, die für mehrere Weiterbildungsinstitute arbeitet. Die gelernte Bürokauffrau bringt selbst keine pädagogische Erfahrung mit, trotzdem gibt sie Kurse zu Bewerbungstraining, Buchhaltung und Windowsprogrammen. Eine andere Dozentin berichtet, sie wäre angestellt worden, ohne dass sie ein Zeugnis vorweisen musste – Lebenslauf genügt. Aussagen wie diese in renommierten Tageszeitungen stellen immer wieder die Qualität der ganzen Weiterbildungsbranche in Frage, zu Unrecht, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) jetzt mitteilte. Die Qualitätsanstrengungen der Anbieter sind weiter gediehen, als es die Einzelfälle in den Zeitungen glauben machen wollen. Eine vom BIBB in Auftrag gegebene Umfrage bei 1500 Weiterbildungsanbietern ergab, dass 1441 von ihnen Qualitätssicherungs- und Qualitätsmanagementsysteme eingeführt haben, also mehr als 96 Prozent. Nur 60 der befragten Anbieter machten dazu keine Angaben oder hatten solche Systeme nicht implementiert.
Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung wurden von den Anbietern erst in den letzten Jahren verstärkt ergriffen. 1995 hatten erst 40 Prozent der befragten Weiterbildungsinstitute Maßnahmen dieser Art eingeleitet, bis 1998 stieg der Wert auf 70 Prozent. Die Anbieter setzen bei der Qualitätsentwicklung in erster Linie auf Selbstevaluation. Drei von vier Anbietern verfolgen einen solchen, von außen schwer nachvollziehbaren Ansatz. Konzepte mit Fremdevaluation haben eine wesentlich geringere Bedeutung. 29 Prozent orientieren sich an der ISO 9000, 24 Prozent an Qualitäts- oder Gütesiegeln. Auf die Teilnahme an Wettbewerben setzt jeder fünfte Anbieter. Auch das Modell der European Foundation for Quality Management (EFQM) spielt noch eine kleine Rolle. Nur jedes siebte Unternehmen (15 Prozent) verfolgt dieses europäische Qualitätsmanagementkonzept. |