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Umsatzeinbußen befürchtet

Die Weiterbildungsanbieter des Wuppertaler Kreises blicken skeptisch auf ihre Umsatzentwicklung. Nur jedes vierte Unternehmen gab in einer Umfrage an, dass es für das laufende Jahr mit einem steigenden Umsatz rechnet. Ein weiteres Viertel erwartet stagnierende Umsatzzahlen, während sich die Hälfte der Weiterbildungsinstitute auf einen Umsatzrückgang einstellt.

Die größten Umsatzeinbußen werden für den Bereich der offenen Seminare erwartet. Die derzeitige konjunkturelle Lage macht sich hier deutlich bemerkbar. 18 der 35 befragten Anbieter sagen für dieses Jahr sinkende Umsätze bei offenen Seminaren voraus, drei befürchten dabei sogar Umsatzrückgänge von mehr als 20 Prozent. Nur jedes fünfte Unternehmen sieht noch Spielraum für Umsatzsteigerungen. Der Wuppertaler Kreis schätzt dies als Korrektur der sehr positiven Entwicklung im Jahr 2001 ein und spricht von einer "Konsolidierung auf hohem Niveau".

Fallende Umsätze erwartet

Auch bei den Inhouse-Seminaren wird die Lage überwiegend pessimistisch eingeschätzt. Acht Weiterbildungsinstituten, die steigende Umsätze prognostizieren, stehen 13 Anbieter gegenüber, die mit sinkenden Umsätzen in Größenordnungen bis zu 20 Prozent rechnen.

Jeweils etwa die Hälfte der befragten Anbieter haben sich mit Beratung/Prozessbegleitung und Lehrgängen zwei weitere Geschäftsfelder erschlossen. In diesen Bereichen wird die Umsatzentwicklung positiver eingeschätzt. Lediglich ein bzw. zwei Weiterbildungsinstitute befürchten Umsatzrückgänge. Der Rest hofft auf unveränderte oder sogar steigende Umsatzzahlen. Insbesondere auf die Nachfrage nach Lehrgängen, also Maßnahmen mit längerer Dauer wie berufsbegleitende Weiterbildungsstudiengänge oder Rehabilitationsmaßnahmen, scheint die momentane wirtschaftliche Flaute nur einen begrenzten Einfluss zu haben. 12 Weiterbildungsinstitute erwarten steigende Umsätze auf diesem Geschäftsfeld.

An der diesjährigen Umfrage, die bereits im Sommer stattfand, haben 35 Mitgliedsinstitute des Wuppertaler Kreises teilgenommen. Die Mitglieder dieses Zusammenschlusses von Weiterbildungsanbietern erzielen zusammen einen Jahresumsatz von rund 800 Millionen Euro. Mit insgesamt 7.700 eigenen Mitarbeitern und über 38.000 freien Dozenten führen sie jährlich mehr als 31.000 Veranstaltungen durch.



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