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Welche Kooperationshemmnisse gibt es grundsätzlich?

Beim Aufbau eines Personalenwicklungsverbunds gestaltet sich die Suche nach geeigneten Kooperationspartnern - sofern nicht auf bekannte Firmen zurückgegriffen werden kann - oft schwierig und folgt häufig dem Prinzip „trial and error“. Es gibt aber noch weitere typische Kooperationshemmnisse, die insbesondere in der Aufbauphase auftreten:
  • Die Unternehmer nehmen sich nicht genug Zeit für den Koordinations- und Kommunikationsaufwand der Verbundplanung. Durch die Funktionsüberlastung der Unternehmensführung und die in KMU beschränkte Delegation stellt dies eine nicht zu unterschätzende Anfangsbarriere dar. Gerade am Anfang einer Kooperation muss viel Zeit in die Anbahnung, den Aufbau und die Organisation einer Kooperation investiert werden. Unklare Vereinbarungen zum Beispiel über die Aufteilung der Arbeitskapazität des Personalentwicklers, Termine und Kosten können zu Spannungen oder sogar zum Abbruch der Kooperationsbemühungen führen. Auch die häufige Abwesenheit eines oder mehrerer Partner bei geplanten Gesprächen bringen eine Kooperation zum Stillstand. Denn um Vertrauen zwischen den Verbundpartner zu aufzubauen, ist es wichtig, dass sich alle persönlich kennen lernen.


  • In KMU herrscht häufig eine ausgeprägte „Einzelkämpfermentalität“ vor. Dadurch fehlt es in diesen Unternehmen vielfach an Erfahrungen im Umgang mit Formen zwischenbetrieblicher Handlungen, was die Zusammenarbeit häufig erschwert.


  • Grundlage der Kooperation sollten ein einheitliches Verständnis über die Verbundziele sowie die einzelnen Zielsetzungen der Verbundpartner sein. Allerdings sind die Erwartungen der kooperierenden Unternehmen häufig verschieden, und die Formulierung konkreter Vorstellungen stellt hohe Ansprüche an die Partner. Vielfach hoffen die beteiligten Unternehmen, dass die eigenen Vorstellungen schon irgendwie mit denen der anderen übereinstimmen werden.


  • In den ersten Kontaktgesprächen, insbesondere bei Kooperationen innerhalb einer Branche, befürchten viele KMU eine einseitige Ausnutzung. Vorbehalte und Vertrauensmangel gegenüber den potentiellen Partnern dominieren. Viele Unternehmer haben auch die Befürchtung, nicht mehr alles alleine regeln und entscheiden zu können und vermuten Differenzen in Bezug auf Führungsstil, Planungs- und Entscheidungstechniken. Hieraus resultiert dann ein zentrales Einstiegsproblem: Kooperation setzt Vertrauen voraus, Vertrauen wächst aber mit partnerschaftlicher Zusammenarbeit.


  • Insbesondere in der Initiierungsphase werden Kooperationen häufig sowohl inhaltlich als auch quantitativ zu groß angelegt und die notwendigen Ressourcen für die Durchführung der Kooperation unterschätzt. Es empfiehlt sich aber eher das Prinzip der „kleinen Schritte“, d. h. die Gründung einer Kooperation mit wenig Partner und/oder in einem abgegrenzten Bereich. Auf dieser Basis kann dann anschließend aufgebaut werden.
 
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