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Welche Maßnahmen können getroffen werden, um das Vertrauen in den Verbund/zwischen den Verbundmitgliedern zu erhöhen?

Die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit innerhalb eines Verbundes von mehreren Unternehmen bilden ein gemeinsames Verständnis über die Zwecke und Ziele des Verbundes und - noch entscheidender - Vertrauen. Vor dem Hintergrund, dass innerhalb des Personalentwicklungs-Verbundes Synergien möglich werden sollen, ist der Transfer von Erkenntnissen, erprobten Instrumenten und Wissen allgemein über die Unternehmensgrenzen hinaus unverzichtbar. Umgekehrt beinhaltet dies unter Umständen eine bis dahin nicht gekannte Öffnung der eigenen Organisation - ihrer Stärken und ihrer Schwächen - für die Blicke anderer. Vertrauen in die Partner ist somit eine existenzielle Grundlage für erfolgreiche Verbundarbeit. Vertrauen ist als „Vorschuss“ Input für den Verbund, im Wesentlichen ist es jedoch als Output eines Prozesses zu begreifen, in dem die Beteiligten sich kennen lernen und für einander im positiven Sinn „berechenbar“ und verlässlich werden.

Folglich muss es die Aufgabe eines Verbundmanagers oder des Personalentwicklers selbst sein, so viele Gelegenheiten wie möglich zu schaffen, die ein Kennen lernen erleichtern. Das geschieht in erster Linie über persönliche Kontakte zwischen den Eigentümern, intensive Kommunikation und regelmäßigen Erfahrungs- und Informationsaustausch über alle Hierarchieebenen hinweg. Diese Art des Informations- und Kommunikationsmanagements geschieht im Rahmen verschiedenster Aktivitäten:

  • Regelmäßige (institutionalisierte) Treffen auf der Ebene der Unternehmensleitungen und Inhaber, bei denen es um die gemeinsame Bewertung des Prozesses und seiner (Teil)Ergebnisse ebenso gehen kann wie um die Entwicklung und Verabschiedung neuer Ziele, Perspektiven und Projekte. Thematische Schwerpunkte und Workshops können den „einfachen“ Erfahrungsaustausch sinnvoll ergänzen.
  • Eher informelle außergeschäftliche Aktivitäten wie Exkursionen, Events und ähnliche Aktivitäten fördern den Kontakt zwischen den Beteiligten und leisten ihren Beitrag zur Vertrauensbildung. Das gilt auch für die Beschäftigten der beteiligten Unternehmen: So kann ein „Sportfest“ genauso förderlich für die Etablierung von Kontakten sein wie gegenseitige Firmenbesichtigungen.
  • Unternehmensübergreifende Arbeits- Projekt- und Trainingsgruppen tragen dazu bei, die Transparenz untereinander zu erhöhen. Derjenige, der Einblicke in neue und andere Praktiken gewinnen darf, der dank der Unterstützung von Mitarbeitern anderer Unternehmen die eigenen Probleme lösen kann, wird sich eher für die Probleme des anderen öffnen.
  • Ein gemeinsamer Auftritt nach Außen ist sicherlich schon Ergebnis gewachsener vertrauensvoller Beziehungen, kann jedoch den Zusammenhalt nach Innen erheblich verstärken.
  • Nicht zuletzt kann sich durch den gemeinsamen Zugriff auf relevante Informationen, beispielsweise auf einer eigenen Internetplattform, das Beziehungsgefüge „verdichten“.
  • Es muss unbedingt gesichert sein - und hier ist der Personalentwickler ebenso gefordert wie die Unternehmen selbst -, dass Arbeitsergebnisse eines Betriebes (z.B. die Entwicklung neuer Tools für Problemlösungen) den anderen Unternehmen möglichst schnell zur Verfügung stehen, so dass die Vorteile des einen schnell zu Vorteilen für alle werden. Auf diesem Weg wächst das Vertrauen in die Partner und in die Sinnhaftigkeit des Verbundes.


Nutzen Sie jede Gelegenheit, Erfolge gemeinsam mit ihren Partnern zu feiern. Vielleicht tritt ohnehin an die Stelle des Betriebsfestes das Verbundfest?

 
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