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Die
Firma Bündner Kaufhaus
In
welcher Branche ist das Unternehmen tätig?
Das
Bünder Kaufhaus ist ein Unternehmen des Einzelhandels.
Wieviele
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in dem Unternehmen beschäftigt?
Im
Kaufhaus arbeiten 90 zumeist weibliche Beschäftigte.
Welches
Problem sollte mit der Reorganisationsmaßnahme gelöst
werden?
Man
befürchtete den Verlust von Arbeitsplätzen durch
Wettbewerbs- und Kostendruck auf mittelständisch geprägte
Kaufhäuser und Fachgeschäfte. Früher einmal
erfolgreiche Managementmethoden und Organisationsstrukturen griffen
nicht mehr.
Welche
Veränderungen sind vorgenommen worden?
Die
Eigenverantwortung der Beschäftigten sollte erhöht werden
durch:
selbstgesteuerte
Teams, die in Netzwerken zusammenarbeiteten
die
stufenweise Einführung einer selbstgesteuerten
Personaleinsatzplanung (für die tägliche bis jährliche
Arbeitszeit)
eine
selbstgesteuerte Personalentwicklung
Veränderungen
der Führungsaufgaben (Konzentration auf koordinierende
Aufgaben)
mehr
Informationen über Arbeit und Unternehmen für die
Beschäftigten
mehr
Verantwortung und Entscheidungskompetenz.
Welche
Qualifizierungen haben den Reorganisationsprozess begleitet?
Für
alle Mitarbeiter wurden etliche Workshops und Sitzungen angeboten
(beispielsweise zu den Themen Moderation und Projektmanagement).
Außerdem
wurden vier Projektgruppen gebildet zu den Themen
Arbeitszeitregelung, Verhalten der Führungskräfte,
Information zu Arbeit und Unternehmen und Verantwortung und
Entscheidungskompetenz. Die Projektgruppen führten einmal pro
Monat ein Arbeitstreffen durch.
Welche
Ergebnisse sind kurz- oder langfristig erzielt worden? Wie zufrieden
war das Unternehmen mit diesen Ergebnissen?
Die
Arbeitsplätze konnten auf Dauer sichergestellt werden.
Das
Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen ist gestiegen.
Eine
Kundenumfrage ergab, dass die Serviceleistungen (freundliche und
kompetente Beratung) besser bewertet wurden.
Werden
Tipps, Hinweise, Ratschläge für anderer Unternehmen
gegeben?
Veränderungen
sollten eingeleitet werden, bevor der Druck auf das Unternehmen zu
groß wird (Arroganz der schwarzen Zahlen).
Aufgeschlossenheit
gegenüber Neuem hat sich als hilfreich erwiesen.
Es
ist erfolgreicher in Menschen zu investieren als in Sachmittel.
Qualifizierungen und Förderungen sollten rechtzeitig erfolgen.
Es
hat zum Teil schwierige Situationen gegeben, weil Veränderungen
nicht von einem Tag auf den anderen erfolgten und die Situationen
festgefahren schienen.
Quelle
(CD-ROM): QUATRO & ADAPT. Projekte und Ergebnisse. Hrsg.
Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung
gGmbH, Bottrop. 2. Update Dezember 1999.
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