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WeReo-Erfahrungsberichte

Praxisbeispiel Krebsöge, Radevormwald


1. Ausgangssituation


Die Krebsöge-Gruppe umfasste zum Zeitpunkt des Projektbeginns sechs rechtlich eigenständige Werke in Deutschland mit 40 bis 500 Mitarbeitern je Standort, ca. 400 davon am Stammsitz in Radevormwald. Der Umsatz betrug 1996 ca. 250 Mio. DM, wobei der Absatzschwerpunkt in Deutschland und im europäischen Ausland liegt. Die Produktpalette des Unternehmens besteht aus Formteilen und Lagern aus Metallpulvern, die nach dem sogenannten Sinterverfahren hergestellt werden. Die wichtigsten Abnehmer sind die Automobil- und Zulieferindustrie sowie der allgemeine Maschinenbau und die Druckmaschinen- und Bürogeräteindustrie. Der Herstellungsprozess durchläuft im wesentlichen die Produktionsschritte Werkzeugmontage und -einrichtung, Pressen, Sintern, Kalibrieren und mechanische Bearbeitung.


Das Sintermetallwerk Krebsöge GmbH (SMK) befand sich zur Zeit des Projektes in einer Phase umfassender ablauforganisatorischer und arbeitsorganisatorischer Anpassungen. Die Maßnahmen waren notwendig geworden, um den gestiegenen Anforderungen der wichtigsten Kunden nachkommen zu können und die auslau-fende DV-Technologie zu ersetzen. So waren bereits umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen in der Verwaltung und in der Fertigung initiiert worden, die auch produktorientierte Fertigungsgruppen vorsahen.


Darüber hinaus war die Ablösung der gesamten DV-gestützten Auftragsabwicklung geplant, wodurch ein Reengineering der damaligen Abläufe notwendig wurde. Betroffen waren neben den Kernfunktionen im Werk Krebsöge auch die Abteilungen des Zentralen Verkaufs und der Zentralen Entwicklung.


2. Aufgaben-/Problemstellung


Vor dem Hintergrund steigender Kundenanforderungen wie z. B. verringerte Durchlaufzeiten, höhere Termintreue und verbesserte Auskunftsfähigkeit wurde deutlich, dass die bestehende Ablauf- und Arbeitsorganisation einem grundlegenden Reengineering unterzogen werden musste. Dabei erkannte man bereits frühzeitig, daß dies nicht ohne eine Modernisierung der vorhandenen DV-Landschaft möglich sein würde. Zusätzlicher Handlungsbedarf im DV-Bereich ergab sich aus dem Einsatz von Hard- und Softwarekomponenten, die am Ende ihrer Nutzungsdauer angelangt waren und abgelöst werden mussten. Aus dieser Situation resultierten Anforderungen an die Mitarbeiter, die zu einem erheblichen Qualifikationsbedarf führten bezüglich Kenntnis von Methoden der Ablauf- und Arbeitsplatzanalyse und -gestaltung, sowie der Abwicklung von organisatorischen und DV-technischen Projektvorhaben.


Im einzelnen sollen die Mitarbeiter der betroffenen Abteilungen frühzeitig mithelfen, die für sie relevanten Abläufe entsprechend der Anforderungen und Möglichkeiten der neuen Systeme anzupassen und anschließend zu optimieren. Hierauf sollten sie in einem spezifischen Qualifikations- und Motivationsprogramm vorbereitet werden. Damit sollte insbesondere das Ziel verfolgt werden, die Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, ihr organisatorisches Arbeitsumfeld selbständig zu analysieren, Schwachstellen zu erkennen und im Team mit den beteiligten indirekten Bereichen Maßnahmen zu deren Beseitigung zu entwickeln und einzuleiten. Durch die Verringerung der Schnittstellen sollten in den administrativen Bereichen Durchlaufzeiten gesenkt und die Kundenorientierung verbessert werden.


3. Vorgehensweise


Die gewählte Vorgehensweise läßt sich in folgende Projektphasen untergliedern:


  • Bestandsaufnahme,

  • Rahmenkonzept,

  • Detailkonzeption, Maßnahmenplanung und Prioritätenabstimmung und

  • Werksspezifische Realisierung.


Bestandsaufnahme


Zunächst wurde eine umfangreiche Bestandsaufnahme der vorhandenen Ablauforganisation und der unterstützenden DV-Systeme durchgeführt, die sich auf die Bereiche Angebotserstellung, CAD/CAM, Qualitätsmanagement, kaufmännische Auftragsabwicklung, Produktionsplanung und -steuerung, Beschaffung, Buchhal-tung, Kostenrechnung und Personalwesen erstreckte. Diese waren zu untersuchen bezüglich Anforderungen der Nutzer, DV-relevante Daten und Fakten, Unterschiede zu anderen Werken und absehbare Entwicklungen und Tendenzen. Dazu wurden zahlreiche Gespräche sowohl mit den Vorgesetzten als auch den ausführenden Mitarbeitern der untersuchten Bereiche geführt. Ziel war es, gemeinsam mit den Betroffenen konkrete Ansatzpunkte zur Prozeßoptimierung zu identifizieren und die Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, Anforderungen an die zukünftig notwendige DV-Unterstützung selbständig zu formulieren.


Rahmenkonzept


Aufgrund der Komplexität der einzelnen Teilvorhaben und den zahlreichen logischen und zeitlichen Abhängigkeiten zwischen ihnen, war es sinnvoll, zunächst ein übergreifendes Rahmenkonzept zu erstellen. Dabei waren sämtliche Beziehungen zwischen Aufbau- und Ablauforganisation, sowie deren Hard- und Softwarevoraussetzungen zu berücksichtigen und mit den vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen abzugleichen. Damit konnte ein Orientierungsrahmen für alle weite-ren Maßnahmenpakete bereitgestellt werden, der sicherstellte, daß diese in der richtigen Reihenfolge und frei von gegensätzlichen, sich widersprechenden Zielvorgaben angegangen werden. Dabei wurde auch den unterschiedlichen Entwicklungsständen in den einzelnen Werken Rechnung getragen und auf die Realisierung maximaler werksübergreifender Synergien geachtet.


Detailkonzeptionen, Maßnahmenplanung und Prioritätenabstimmung


Die Vielzahl der in den untersuchten Teilbereichen ermittelten Schwachstellen und die daraus abgeleiteten Verbesserungsmaßnahmen wurden im nächsten Schritt zu gemeinsam abarbeitbaren Maßnahmenpaketen zusammengefaßt. Für jedes Maßnahmenpaket wurden die zu erreichenden Ziele, die notwendigen Maßnahmen und die personelle Besetzung des dazugehörigen Projektteams festgelegt und dokumentiert. Entsprechend der Vorgaben der Rahmenkonzeption und der erwarteten Kosten/Nutzen-Relation konnte eine Priorisierung der vorliegenden Maßnahmen-pakete vorgenommen werden.


Werksspezifische Realisierung


Die unterschiedliche Ausprägung der einzelnen Werke bezüglich ihrer Ablauf- und Arbeitsorganisation sowie den eingesetzten DV-Systemen führte bereits in der Phase der Bestandsaufnahme zu einem erheblichen Grad an Komplexität. Für die Realisierungsphase bedeutete dies, daß die mit der Abarbeitung der Maßnahmen-pakete betrauten Projektteams in der Regel mit Vertretern aus verschiedenen Werken besetzt werden mußten. Nur so konnte einer hinreichende Abstimmung und Angleichung zwischen den Werken sichergestellt werden. Positiv wirkte sich dabei aus, daß dadurch ein intensiver Erfahrungsaustausch zwischen den Werken angeregt werden konnte. Somit war es möglich, ein schnelles Übertragen des jeweiligen "best practice" auf die anderen Standorte zu erreichen.


4. Qualifizierungs- und Motivationsprogramm


Im Mittelpunkt des Qualifizierungs- und Motivationsprogramms stand die Absicht, die Mitarbeiter des Unternehmens in die Lage zu versetzen, die Ablauf- und Arbeitsorganisation in den jeweiligen Bereichen kritisch zu hinterfragen und die Beseitigung von ermittelten Schwachstellen aktiv voranzutreiben. Insbesondere sollten dabei folgende Qualifikationen vermittelt werden:


  • Analyse und Bewertung des eigenen Arbeitsplatzes und der übergeordneten Abläufe,

  • Dokumentation und Kommunikation von Schwachstellen und Verbesse-rungsideen im Dialog mit internen und externen Ansprechpartnern (Vorgesetzte, DV-Abteilung, Qualitätswesen, Softwarehaus) und

  • Abwicklung komplexer bereichsübergreifender Aufgaben mit modernen Projektmanagementmethoden.


Dazu wurde ein breites Informationskonzept entwickelt, das für jede Projektphase spezielle Qualifizierungs- und Motivationsmaßnahmen vorsah. Während der Bestandsaufnahme wurden die Gesprächspartner zunächst in einer abteilungsbezogenen Informationsveranstaltung über die geplanten Inhalte der bevorstehenden Interviews informiert. Ziele, Hintergrund, eingesetzte Methoden zur Ablauf- und Arbeitsplatzanalyse sowie selbst zu leistende Vorbereitungsmaßnahmen wurden ausführlich erläutert. Die anschließenden Interviews mit Mitarbeitern aller Ebenen hatten zum Ziel, Schwachstellen im eigenen Arbeitsumfeld zu erkennen und daraus resultierende Anforderungen an die DV-Unterstützung und an andere Bereiche abzuleiten. Dabei wurden die Mitarbeiter auch über die Möglichkeiten moderner DV-Systeme informiert und mit alternativen, in anderen Unternehmen bereits erfolgreich praktizierten Gestaltungsalternativen konfrontiert.


Bei der Formulierung des Rahmenkonzeptes stand das Erreichen eines Committments der Entscheidungsträger der verschiedenen Bereiche und Standorte zu einem gemeinsam abgestimmten Handlungsrahmen im Vordergrund. Während der Detailkonzeption und Maßnahmenplanung wurden Mitarbeiter ausgewählt, die in den Projekten eine Multiplikatorenfunktion übernehmen können. In einer Art von Schneeballeffekt sollen diese die vermittelten Inhalte an andere weitergeben, indem sie diese durch Diskussion der Vorschläge intensiv einbinden.


Für die werksübergreifende Realisierung wurden acht Projektteams gegründet, die ihre Aktivitäten entsprechend den durch die Priorisierung vorgegebenen Startterminen aufnahmen. Dabei sollten die fachlichen Projektaufgaben selbständig von den Krebsöge-Mitarbeitern durchgeführt werden. Die Beteiligung der intra-Berater konzentrierte sich auf ein intensives Coaching und die begleitende Schulung der Projektmitarbeiter.


5. Ergebnisse des Projektes


Die Bestandsaufnahme lieferte eine umfassende Dokumentation der wesentlichen Schwachstellen und Verbesserungspotentiale in den direkten und indirekten Bereichen des Unternehmens. Die daraus resultierenden Anforderungen an die DV-Unterstützung wurden mit den DV-Verantwortlichen intensiv besprochen und in einer Form dokumentiert, auf die auch bei einer späteren Zusammenarbeit mit externen DV-Realisierungspartnern zurückgegriffen werden kann. Die grundlegende strategische Ausrichtung der DV und die zukünftigen Zielplattformen wurde neu entwickelt und mit der Gesamtstrategie des Unternehmens abgestimmt.


Zur konkreten Umsetzung der Maßnahmenpakete nahmen acht Schwerpunktpro-jekteihre Arbeiten zu folgenden Themen auf:


  • Expertensystem technische Daten,

  • Artikelinformationssystem,

  • Projektmanagementsystem Neuteile,

  • CAD-Konzept,

  • Rückmeldung,

  • Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung,

  • Personalabrechnungssystem und

  • Standortübergreifende Hardwarestrategie.


Als Hindernis für eine zügige Umsetzung der erarbeiteten Konzepte erwies sich der zweifache Eigentümerwechsel der Krebsöge-Gruppe. Mitte 1996 erfolgte die Übernahme durch die amerikanische Firma Sinter Metals, welche Anfang 1997 dann schließlich selbst vom britischen Konzern GKN übernommen wurde. Dies führte zu einer Neugewichtung der Aktivitäten, bei der die Eingliederung der Krebsöge-Gruppe in die Führungsstruktur und den Produktionsverbund des GKN-Konzerns Vorrang hatte. Für die geplanten Projektvorhaben mußte geklärt werden, ob diese mit den inhaltlichen und finanziellen Vorgaben des neuen Eigentümers in Einklang stehen.


Inzwischen konnte ein Großteil der Aktivitäten fortgeführt und teilweise bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Einen Schwerpunkt der aktuellen Aktivitäten bildet die Einführung einer neuen Standardsoftware für das Finanz- und Rechnungswesen, wobei die geleisteten Vorarbeiten sicherlich zu einer wesentlichen Beschleunigung des Projektablaufs beitragen. Dabei profitiert Krebsöge insbeson-dere von der im Projektverlauf gesteigerten Fähigkeit der Mitarbeiter, ihre Prozesse selbst zu gestalten und die nötige DV-Unterstützung zu definieren.


6. Transferaktivitäten


Ein Hauptziel der Durchführung dieses Quatro-Projektes als Verbundprojekt mit mittelständischen Unternehmen war ein gegenseitiges Lernen von der gemachten Erfahrungen der Partner im Umstrukturierungsprozeß. Mit diesem Verbundprojekt sollten nicht nur Einzeloptima in den verschiedenen Unternehmen, sondern ein Gesamtoptimum angestrebt werden. Darüber hinaus sollte bei diesem Projekt der Multiplikatoreneffekt besondere Bedeutung erlangen, so daß besonders die Mitarbeiter vor Ort im Sinne von fachlicher und überfachlicher Qualifizierung und Motivation einzubeziehen waren. Auf diese Weise sollten die Mitarbeiter an diesem Orga-nisationsanpassungsprozeß partizipieren und sich selber profilieren können.


Vor dem Hintergrund der gemeinsamen Projektzielsetzung bei den Teilnehmern dieses Verbundprojektes stellte sich der regelmäßige und intensive Informations- und Erfahrungsaustausch als eine wertvolle Bereicherung für die Einzelprojekte in den Unternehmen heraus. Neben den im Projektverlauf regelmäßig durchgeführten Verbundworkshops konnten die Erfahrungen der Teilnehmer auf regionalen Work-shops,Technologiegesprächen und Veröffentlichungen an Interessenten außerhalb der Projektes weitergegeben werden.


Verbundworkshops


Im Rahmen des Quatro-Projektes wurde zwei Verbundworkshops durchgeführt. Positiv zu bewerten war, daß an allen Veranstaltungen sowohl die Vertreter der Unternehmensleitung als auch die Vertreter aus dem Betriebsrat teilgenommen haben. Im Vordergrund des ersten Workshops im Oktober 1996 standen im wesentlichen das gegenseitige Kennenlernen der Partnerfirmen und die Vorstellung der ersten Ergebnisse aus der Bestandsaufnahme. Darüber hinaus konnte man bereits gegenseitige Erfahrungen zum Thema Mitarbeiterinformation und -motivation austauschen. Auf dem abschließenden Workshop im Dezember 1997 hat jedes Unternehmen über die Erfahrungen in der Umsetzung der entwickelten Konzeptionen berichtet und ein Resumee über das Quatro Projekt gezogen sowie einen Ausblick für die nähere Zukunft gegeben.


Aufgrund der gemeinsamen Interessen der Verbundpartner konnte unter der Mode-ration von intra ein sachlich sehr offener Informationsaustausch erreicht werden. Die nicht vorhandene Wettbewerbssituation zwischen den Firmen hat die vertrauliche Zusammenarbeit der Partner positiv gefördert.


Regionale Workshops


Bei der Firma Kufferath wurde der regionale Workshop mit einer großen Resonanz bei den benachbarten Unternehmen, Unternehmerverband, Gewerkschaften, Sparkassen, Industrie- und Handelskammer sowie Vertretern der Stadt Düren durchgeführt. Die ca. 25 Teilnehmer waren von den Darstellungen zum Quatro-Projekt und dem damit verbundenen erfolgreichen Turnaround des Unternehmens begeistert. In einem anschließenden Rundgang durch das Firmengelände konnten sich alle über die Veränderungen in den Produktionsbereichen, die die Reorganisation zum Zeitpunkt des Workshops bereits bewirkt hatte, überzeugen.


Der regionale Workshop der Firma Heinr. Dieckerhoff Guß fand trotz intensiver ”Nachfassaktion” leider eine nicht ganz so gute Resonanz wie bei Firma Kufferath in Düren. Sehr zu bedauern war die Absage der Vertreter von Gewerkschaftsseite. Neben ortsansässigen Industriefirmen nahmen Vertreter der kommunalen Verwaltung sowie der Ortsgruppen der Parteien teil. Trotz des relativ kleinen Teilnehmerkreises konnte diese Veranstaltung als dennoch gelungen bezeichnet werden. Besonders positive Eindrücke hinterließen die Schilderungen eines KVP-Modera-tors. Er berichtete von der Arbeit im KVP-Team sowie von den ersten Erfolgen, aber ebenso von den noch bestehenden Hindernissen. Die Vertreter der kommunalen Verwaltung, darunter der Bürgermeister von Gevelsberg, bewerteten die auf-gezeigten Entwicklungen sehr positiv, so daß sie dem Unternehmen spontan Hilfe-stellung bei Bedarf zusicherten.


Über die Teilnahme von etwa 20 externen Gästen auf dem regionalen Workshop konnte man sich bei der Firma Woeste freuen. Neben den Repräsentanten aus dem regionalen Unternehmensumfeld zählten Gewerkschaftsvertreter und zwei Angehörige der Bergischen Universität Wuppertal ebenfalls zum Teilnehmerkreis. Vor dem Hintergrund der konkreten Unternehmenssituation und der daraus not-wendig gewordenen Anpassung der Projektaufgabenstellung wurden die erarbeiteten Konzepte vorgestellt und diskutiert. Dabei zeigte sich, daß sich einige der teilnehmenden Firmen mit der dargestellten Thematik aktuell auseinandersetzten und wertvolle Hinweise und Empfehlung zur Umsetzung im eigenen Hause erhalten konnten.


Nachdem beide am Sitz des Unternehmens in Krebsöge geplanten regionalen Workshops wegen kurzfristiger Absagen der eingeladenen Teilnehmer während der Projektlaufzeit nicht zustande gekommen sind, konnte die Vorstellung der Projektergebnisse und der Vorgehensweise nur in Form von Präsentationen im Bereich von Besuchen einzelner Firmen oder der regionalen Gewerkschaftsstelle erfolgen. In allen Fällen stand bei den Teilnehmern die kreative Einbindung und Motivation der Mitarbeiter in ein Reorganisationsprojekt solchen Ausmaßes mit Anpassung der EDV-Abläufe an die Mitarbeiterbedürfnisse im Vordergrund des Interesses und im Mittelpunkt der Diskussion. In allen Fällen wurde ein befriedigender Wissentransfer erzielt.


Technologiegespräch


Am 25. Juni 97 wurde bei der Firma Kufferath auf Einladung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW in Zusammenarbeit mit dem RKW Nordrhein-Westfalen ein Technologiegespräch ”Vor-Ort” durchgeführt. An der halbtägigen Veranstaltung unter dem Titel ”Business Process Reengineering – der Weg zum kunden- und prozessorientierten Unternehmen” nahmen mehr als 100 Personen aus Politik und Wirtschaft teil. Nach der Begrüßung durch den kaufmännischen Geschäftsführer von GKD und des Leiters des Referats Arbeits- und Technologiepolitik berichteten der technische Geschäftsführer und die Berater von intra in verschiedenen Vorträgen über die Bausteine des erfolgreichen Reorganisationsprozesses bei Kufferath. In einer abschließenden Podiumsdiskussion unter der Leitung des RKW konnten dann noch alle offen gebliebenen Fragen aus dem Teil-nehmerkreis erörtert werden. Darüber hinaus wurde allen Teilnehmern eine aus-führliche Projektdokumentation zur Verfügung gestellt.



Quelle (CD-ROM): QUATRO & ADAPT. Projekte und Ergebnisse. Hrsg. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung gGmbH, Bottrop. 2. Update Dezember 1999.



 
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