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WeReo-Infobriefe

Kommunikation: Fehler können teuer sein


Fehlerhafte Kommunikation ist sehr teuer: 70 Prozent aller Fehler am Arbeitsplatz sind auf mangelhafte Kommunikation zurückzuführen. Missverständnisse, unklare Vereinbarungen und Fehlinterpretationen führen außer zu mangelhafter Arbeitsausführung zu Spannungen und Konflikten.


Kommunikation ist ein sehr komplexer Vorgang und deshalb gibt es die unterschiedlichsten Gründe, warum Kommunikation fehlschlagen kann. Hier einige Beispiele:

  • Informationswege werden falsch gewählt.
    Beispiel: Die Mitarbeiter einer Abteilung werden per Brief darüber informiert, dass ihre Abteilung an einen weit entfernten anderen Standort verlagert werden soll. Da in diesem Fall die persönliche Betroffenheit der Mitarbeiter wahrscheinlich sehr hoch ist, hätte ein persönliches Gespräch geführt werden sollen.

  • Informationen werden nicht aufbereitet.
    Beispiel: Jemand stellt eine einfache Frage und bekommt als Antwort einen prall gefüllten Aktenordner mit der Bemerkung „Hier steht alles drin“.
    Oder: Die Jahrespressekonferenz wird im genauen Wortlaut an die Mitarbeiter weitergegeben, obwohl eine Zusammenfassung ausreichend und effektiver gewesen wäre.

  • Die Zielgruppe ist falsch gewählt.
    Beispiel: Informationen, die die neue Software des Unternehmens betreffen, werden per E-Mail an alle geschickt, obwohl einige Gruppen gar nicht mit dem Computer arbeiten.

  • Informationen werden nicht weitergegeben.
    Die Unterschiede können hierbei unterschiedlich sein. Mögliche Gründe: aus Unwissenheit, Gedankenlosigkeit, Unsicherheit oder Konkurrenzdenken.

  • Unklarheiten über Hol- oder Bringschuld.
    Die aktive Rolle wird vom Sender und Empfänger vom jeweils anderen erwartet.


Um Missstände der Kommunikation in den Griff zu bekommen, muss ein Bewusstsein für diese Missstände erzeugt werden und zwar bei allen Beteiligten (von der Unternehmensspitze bis hin zu den Mitarbeitern). Danach kann gemeinsam erarbeitet werden, welche Lösungen in Frage kommen und welche man umsetzen möchte. Grundsätzlich sollten sich jedoch alle Beteiligten vor Augen führen, dass es einen „Königsweg der Kommunikation“ nicht geben kann. Dazu sind die Bedürfnisse der Individuen zu unterschiedlich. Zum Beispiel bei der Weitergabe von Informationen: was der eine für nebensächlich hält, kann für einen anderen sehr interessant sein. Wichtig ist es hier, Toleranz und Offenheit für die Bedürfnisse anderer zu schaffen.




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