WeReo-Infobriefe
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Der
Prozessbegleiter: Ansprechpartner, Berater und Helfer in betrieblichen Veränderungsprozessen
Über
die Arbeit der Prozessbegleiter bei der Einführung von
Gruppenarbeit
in der Gebrüder Trox GmbH, einem Familienunternehmen in
Neunkirchen-Vluyn
(Auszug eines Beitrages aus TROX aktuell)
Bereits im
Vorfeld der Umstellung von Einzelakkord auf Gruppenarbeit
war den
Projektverantwortlichen bewusst, dass ein derart einschneidender
Strukurwandel
nicht ohne Umstellungs- und Anpassungsprobleme über die
Bühne
gehen kann. Deshalb wurden fünf Mitarbeiter von ihren damaligen
Aufgaben
freigestellt, um als Prozessbegleiter den Teams bei der
Einführung
und Umsetzung der Gruppenarbeit behilflich zu sein.
Da
bevorstehende
Veränderungen bei Menschen fast immer mit der Angst vor
dem
unbekannten Neuen verbunden sind, haben wir zunächst
einmal
versucht,
den Mitarbeitern diese Angst zu nehmen, indem wir sie
intensiv
informiert haben - über das Warum, das Wie und die Vorteile,
die sich
durch die Gruppenarbeit ergeben - vor allem auch für die
Mitarbeiter
selber.
Während
des weiteren Prozesses sind es zwei Arten von Schwierigkeiten,
die immer
wieder auftauchen: Zum einen zwischenmenschliche Probleme
(innerhalb
der Gruppe, aber auch bei der Zusammenarbeit mit anderen
Bereichen),
zum anderen Schwachstellen in den betrieblichen Abläufen.
Im ersten
Fall beschränken sich die Möglichkeiten der
Prozessbegleiter
darauf,
weiter Überzeugungsarbeit zu leisten. Im zweiten Fall können
sie
konkrete Hilfestellung geben und Veränderungen einleiten. Das
heißt,
Prozessbegleiter können zu den von ihnen moderierten
wöchentlichen
Gruppensitzungen bei Bedarf interne Helfer und Experten
(z. B.
Meister oder Mitarbeiter verschiedener Schnittstellen)
einladen,
um mit ihnen und der Gruppe Maßnahmen zur Beseitigung
etwaiger
Schwachstellen zu erarbeiten. Ergebnis ist ein konkreter
Maßnahmenkatalog,
der nicht nur die Namen der jeweils
Verantwortlichen,
sondern auch konkrete Termine enthält, bis zu dem
die
Maßnahme umgesetzt sein muss.
Um den
Gruppen kompetent unter die Arme greifen zu können, drückten
die
Prozessbegleiter zusammen mit Mitarbeitern aus anderen Unternehmen
zunächst
selbst noch einmal die Schulbank und lernten beispielsweise
Moderations-
und Analysetechniken.
Betriebliche
Veränderungen stellen sich in der Regel nicht kurzfristig
ein:
Insbesondere wenn es um die Reorganisation von Strukturen und
Ablaufprozessen,
häufig verbunden mit veränderten
Verhaltensanforderungen
an die Mitarbeiter, geht, ist ein langer Atem
und
Durchhaltevermögen aller Beteiligten erforderlich. Um unter dem
Druck des
Tagesgeschäfts nicht den roten Faden zu verlieren,
ist es
wichtig,
den Überblick zu behalten und mit Rat und Tat den Prozess zu
unterstützen
und aktiv voranzutreiben.
Diese Aufgaben können sowohl
von
externen Personen als auch von einem oder mehreren geeigneten
Mitarbeitern
übernommen werden. Für den Einsatz eines externen
Prozessbegleiters
spricht, dass er in der Regel über großes Know-how bei
betrieblichen
Veränderungsprozessen verfügt und die Gefahr der
Betriebsblindheit
minimal ist. Der Vorteil eines internen
Prozessbegleiters
liegt vor allem darin, dass er die betrieblichen
Abläufe
genau kennt und idealerweise von allen Mitarbeitern akzeptiert ist.
Vor allem
bei komplexeren Veränderungsprojekten und für KMU, die
keine
oder nur
wenig Erfahrung mit Reorganisationsprozessen haben, trägt die
Investition
in einen Prozessbegleiter entscheidend mit zum Erfolg der
Reorganisationen
bei.
Quelle:
Verbundpartner des Projektes regio R.U.N. (Hrsg.): regio
TRANSFER,
Verbundausgabe 1, Seite 2
Links zum
Thema Prozessbegleiter:
www.flexible-unternehmen.com/d0217.htm
www.pta-koeln.de/xtra/seiten/traini/0206R.htm
www.mat-gmbh.de/grtheme44.html
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