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Coaching:
Eine geeignete Form der Führungskräfteentwicklung
Führungskräfte
tragen bei Veränderungsprozessen in Unternehmen eine besondere
Verantwortung. Aber auch sie selbst sehen sich dabei in der Regel
neuen Anforderungen gegenüber. So setzt die Durchführung
von Wandel in Organisationen zum Beispiel ein hohes Maß an
sozialer Kompetenz voraus. Eine Kompetenz, die sich durch offene
Seminare nur schwerlich vermitteln lässt. Hinzu kommt, dass die
Weiterentwicklung sozialer Kompetenz meist die Offenlegung
persönlicher, häufig sehr sensibler Sachverhalte auf der
Beziehungsebene erfordert, die Führungskräfte gerne für
sich behalten. Zwar gilt in vielen Trainings die Spielregel, dass die
Teilnehmer über schwierige Praxisbeispiele offen berichten, aber
gerade kritische Führungssituationen sind sehr vertraulich zu
behandeln und eignen sich dementsprechend nicht für die
Offenlegung in der Trainingsgruppe. Im Rahmen der
Führungskräfteentwicklung bei Veränderungsprozessen
sind daher andere Qualifizierungsmethoden gefragt, wobei insbesondere
Coaching eine geeignete Alternative darstellt.
Der
Bedeutungsgehalt von Coaching ist in der Praxis allerdings nur schwer
zu fassen. Dies hängt damit zusammen, dass in der betrieblichen
Praxis häufig jede Beratung und jedes Einzelgespräch schon
als Coaching bezeichnet wird. Ursprünglich stammt Coaching aus
dem Bereich des Wettkampfsports. Dort versteht sich ein Trainer mit
hoher Expertise und langjähriger Praxiserfahrung als Coach, wenn
er individuelle Empfehlungen zur persönlichen Weiterentwicklung
der Spieler vermittelt, wobei diese bereits selbst Experten geworden
sind. Für Anfänger ist demgegenüber eher von Training
die Rede. In Analogie zur Qualifizierung in Unternehmen zielt
Training demnach mehr auf den Fähigkeitsaufbau ab, während
Coaching auf einer höheren Stufe die Abrundung des persönlichen
Kompetenzprofils anstrebt.
Der
Coach muss also selbst ein ausgewiesener Fachmann auf dem
Arbeitsgebiet des Coachees sein. Seine Aufgabe besteht dann darin,
falsche Überzeugungen zu erkennen und bessere Alternativen zu
finden, denn Coaching möchte die erfolgssichernden mentalen
Einstellungen fördern, um so latente Leistungspotenziale zu
aktivieren. Der Coachee muss dagegen lernen, die passenden
Überzeugungen in den jeweiligen Situationen zu aktivieren.
Beides zusammen führt dann im Idealfall dazu, dass eingefahrene
Gleise verlassen und Wachstumspotenziale erschlossen werden.
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