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Effiziente
Qualitätszirkelarbeit
Qualitätszirkel
als Instrument zur ständigen Verbesserung von Arbeitsprozessen
sind in vielen Unternehmen nicht mehr weg zu denken. Die Anwendung
des ursprünglich für den Produktionsbereich entwickelten
Konzeptes hat sich mittlerweile auf organisatorische und soziale
Qualitätsverbesserung ausgeweitet und wird vielfach in einem
Atemzug mit Kontinuierlichen Verbesserungensprozessen (KVP) in
Organisationen genannt. Der Begriff Qualitätszirkel wird als
Oberbegriff für kleine moderierte Gruppen von Mitarbeitern der
unteren Hierarchieebenen verstanden, die sich regelmäßig
auf freiwilliger Basis treffen, um selbstgewählte Probleme aus
ihrem Arbeitsbereich zu bearbeiten. Qualitätszirkel weisen in
der Regel folgende Merkmale auf:
Regelmäßiges
Zusammenkommen auf freiwilliger Basis
In der
Regel auf Dauer angelegte Kleingruppe
Analyse
von Themen des eigenen Arbeitsbereiches
Erarbeitung
und Präsentation von Verbesserungsvorschlägen
Anwendung
erlernter Problem- und Kreativitätstechniken
Mitwirkung
bei der Umsetzung der Vorschläge
Leitung
durch geschulten Moderator (intern oder extern).
Es ist
durchaus sinnvoll und auch gebräuchliche Praxis, die konkrete
Ausgestaltung von Qualitätszirkeln - selbst innerhalb eines
Unternehmens - zu variieren, was zum Beispiel die Art der
Zusammensetzung (nicht nur Mitarbeiter unterer Hierarchieebenen) oder
der Häufigkeit und Dauer der Gruppentreffen betrifft. Was aber
auf jeden Fall beachtet werden sollte, ist die Freiwilligkeit der
Teilnahme sowie die Auswahl der Themen durch die
Qualitätszirkelteilnehmer. Hauptaufgabe eines Qualitätszirkels
ist es somit, auf freiwilliger Grundlage und mit Hilfe eines
geschulten Moderators Probleme zu identifizieren, auszuwählen,
zu analysieren und Lösungsvorschläge zu entwickeln, um so
kontinuierlich Arbeitsabläufe und Arbeitsbedingungen zu
verbessern. Darüber hinaus sollte die Gruppe genehmigte
Problemlösungen möglichst auch selbst umsetzten und deren
Erfolg kontrollieren. Die Mitbestimmung von Qualitätszirkeln ist
in der Regel aber auf die interne Organisation und die Inhalte der
Qualitätszirkelarbeit beschränkt, darüber hinaus
besitzen sie keine Entscheidungskompetenz.
Dies
kann zu Frustration der Teilnehmer führen und den Erfolg von
Qualitätszirkelarbeit schmälern, wenn zudem Qualitätszirkel
nicht in ein betriebliches Organisationsentwicklungskonzept
integriert sind. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn im
Qualitätszirkel Eigeninitiative, ganzheitliches Herangehen an
Probleme und Selbstbestimmung gefragt sind und die Mitarbeiter dann
an ihrem Arbeitsplatz wieder mit autoritärer Arbeitsteilung und
hierarchischen Machtstrukturen konfrontiert werden.
Da bei
der Arbeit in Qualitätszirkeln der Ideengewinnungsprozess im
Vordergrund steht, muss dieser optimal gefördert werden. Dies
setzt eine Reihe von Qualifikationen voraus: Neben Informationen zum
Qualitätszirkelkonzept für alle Teilnehmer ist vor allem
die Qualifzierung der Moderatoren von entscheidender Bedeutung: Neben
Problemlösungs- und Moderationstechniken sollten auch soziale
Kompetenzen wie die Steuerung von Gruppenprozessen und
Konfliktmanagement Inhalt von Trainings für Moderatoren sein.
Nach ersten Umsetzungen können dann bedarfsgerechte
Qualifizierungen zur Vertiefung (evtl. auch Coachings) durchgeführt
oder der Erfahrungsaustausch zwischen Moderatoren gefördert
werden. Die Mitarbeiter von Qualitätszirkeln werden im Laufe der
Zeit "automatisch" das Verhalten in Gruppen, das Lösen
/ Vermeiden von Konflikten und verschiedene Kreativitätstechniken
erlernen.
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