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WeReo-Infobriefe

Der betriebliche Workshop: Gemeinsam reflektieren, verändern und dabei lernen


„Die Leute sollen nicht herumsitzen und reden, sondern arbeiten.“ Die hinter dieser Aussage stehende Auffassung gehört glücklicherweise in vielen KMU der Vergangenheit an. Denn: Wie Arbeitsprozesse gestaltet werden, welche betrieblichen Probleme wie gelöst werden und welche Strategien wie umgesetzt werden sollen, ist in der Regel Resultat von Arbeitssitzungen, in denen sich mehrere Personen zu bestimmten Themen zusammengesetzt und Lösungen erarbeitet haben.


Der betriebliche Workshop ist eine gerade für KMU sehr geeignete Form, sich mit speziellen betrieblichen Themen auseinanderzusetzen und Lösungen gemeinsam zu erarbeiten, die anschließend im Betrieb umgesetzt werden.

Die Arbeitsform „Workshop“ eignet sich für die unterschiedlichsten Fragestellungen:

  • Identifizierung und Abbau von betrieblicher Verschwendung,

  • Reflektion und Verbesserung von Aktivitäten zur Umsetzung von Qualitätsmanagement,

  • als Schlüsselveranstaltungen im Rahmen von Innovations- und Reorganisationsprozesse oder

  • Aktualisierung von Leitbildern, Zielen, Strategien und Maßnahmen,

  • um nur einige Beispiele zu nennen.


Das Ziel eines jeden Workshops ist die Erarbeitung konkreter, umsetzbarer Ergebnisse zu betrieblichen Themen in relativ knapper Zeit. Die Vorteile lassen sich wie folgt zusammenfassen:


  • Workshops haben einen hohen Lerneffekt, weil die Kenntnisse und das Erfahrungswissen, das im Unternehmen in den Köpfen der Mitarbeiter vorhanden ist, wechselseitig weitergegeben werden;

  • durch das gemeinsame Erarbeiten werden Problemlösungsfähigkeit, Kommunikations- und Teamfähigkeit der Beteiligten gefördert;

  • dadurch, dass konkrete betriebliche Fragestellungen Thema sind, ist ein starker Bezug zur Arbeitssituation gegeben;

  • in Workshops können mit einem relativ geringen Zeitaufwand (je nach Themenstellung 2-3 Stunden, bei sehr komplexen Themen bis max. 2 Tag) Lösungen erarbeitet werden;

  • das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ bzw. die Problemlösung aus eigenen Mitteln und die Nutzung betrieblichen Expertenwissens spart im Vergleich zu externen Lösungen Kosten und

  • selbst erarbeitete Lösungen werden in der Regel eher akzeptiert als „eingekaufte“.


Um in Workshops effektiv arbeiten zu können, müssen einige Voraussetzungen und Rahmenbedingungen beachtet werden:


  • Das Thema und die Zielsetzung sollte allen Beteiligten früh genug klar sein;

  • Die Teilnahme an einem Workshop sollte freiwillig sein;

  • Es sollten alle für die Lösungsfindung wichtigen Experten eingeladen werden (nicht nur Führungskräfte, auch Mitarbeiter sind Experten!);

  • Um effektiv arbeiten zu können, sollten mindestens fünf, aber maximal 12 Personen teilnehmen;

  • Ein entsprechend großer Raum mit entsprechender Ausstattung (Flip-Chart) sollte vorhanden sein,

  • Eine guter Moderator (ein entsprechend qualifizierter Mitarbeiter oder ein externer Moderator) ist sehr wichtig, um die Gruppe zielorientiert zum Ergebnis zu führen,

  • Am Ende eines Workshops sollte schriftlich festgehalten werden, wer was bis wann erledigen will;

  • Nach den Umsetzungsphasen sollten kurze Feed-back-Runden stattfinden.



 
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