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WeReo-Infobriefe

Kundenorientierung - strategisches Unternehmenskonzept für betrieblichen Erfolg

Kein Unternehmen wird heutzutage von sich behaupten, nicht kundenorientiert vorzugehen, denn letztendlich werden Produkte und Dienstleistungen für Kunden produziert. Kundenorientierung wird aber noch immer sehr oft als eine der Produktion nachgeschaltete Marketingdisziplin verstanden, die vor allem für die Verkaufsabteilung wichtig ist.

Kundenorientierung ist aber mehr als das: Es kommt in zunehmendem Maße darauf an, den Kundennutzen zu optimieren. Das bedeutet, den Kunden bereits bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen aktiv mit einzubeziehen, um den Bedarf so genau wie möglich zu ermitteln, ihm Leistungspakete und Problemlösungen anzubieten, die ihm optimalen Nutzen verschaffen. Um eine Kundenorientierung in diesem Sinne zu verwirklichen, ist eine konsequent auf Kundenbedürfnisse zugeschnittene Organisation aller Geschäftsprozesse erforderlich. Die Frage "Welchen Nutzen hat der Kunde davon?" wird in einem so ausgerichteten Unternehmen zum Prüfstein für die Reorganisation des gesamten Wertschöpfungsprozesses. Jede Person im Unternehmen muss sich bewusst machen, dass sie Kunden - auch interne - hat, die zufriedengestellt werden müssen. Dies gilt gleichermaßen für den Geschäftsführer wie für den Pförtner. Ein kundenorientiertes Unternehmen verfolgt parallel die folgenden Ziele:

1. Konsequente Ausrichtung an Kundenbedürfnissen und -erwartungen in allen Wertschöpfungsaktivitäten

2. Konzentration auf Wertschöpfung und Vermeidung von Verschwendung

3. Ständige Verbesserung als tragendes Element durch alle Mitarbeiter

4. Schnelle Entwicklung und Angebot von qualitativ hochwertigen Produkten und Dienstleistungen

5. Ausschöpfen von Marktpotentialen durch enge Zusammenarbeit und Kooperation mit Zulieferern und Kunden

6. Schaffen organisatorischer Voraussetzungen in Form von effizienten Teams und am Wertschöpfungsprozess ausgerichteter Strukturen

Unternehmen, die sich in diese Richtung entwickeln, haben durch ihre stringent auf den Kundennutzen ausgerichtete, innere Organisation und Unternehmenskultur einen Wettbewerbsvorteil, der für die Konkurrenz sehr viel schwerer aufzuholen ist als ein bestimmtes Produkt oder Verfahren.

Auf dem Weg zu einer so verstandenen Kundenorientierung sind vor allem folgende Aspekte von entscheidender Bedeutung:

1. Regelmäßige, direkte Kundenkontakte: Die Kunden müssen aktiv in Unternehmensentscheidungen eingebunden werden;
2. Kundenorientiertes Verhalten muss von oben nach unten vorgelebt werden;
3. Die Mitarbeiter müssen aktiv an der Weiterentwicklung beteiligt werden.

Das bedeutet konkret, dass sie lernen, Verantwortung zu tragen, innovativ zu denken und selbständig zu handeln. Hierfür müssen sie von der Geschäftsführung unterstützt werden durch Einräumen von Entscheidungs- und Handlungsspielräume sowie entsprechende Qualifzierungen.

 
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