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WeReo-Infobriefe

Deutsche Unternehmen üben Kritik an Innovationsklima

Deutsche Unternehmen beurteilen die Voraussetzungen für Neuerungen als extrem negativ: Gut 40 Prozent von ihnen bezeichnen das Innovationsklima in Deutschland als "feindlich" oder "eher feindlich". Dabei beschäftigt jedes zweite deutsche Unternehmen ein spezielles Forschungsteam mit der Entwicklung von Neuheiten.

Das ergab eine Befragung von weltweit mehr als 700 Produktionsunternehmen. Im internationalen Vergleich sind gut die Hälfte aller befragten Unternehmen mit dem heimatlichen Innovationsklima zufrieden. Unterschiede zeigen sich aber eindeutig bei den Prozentzahlen, wieviele Mitarbeiter an der Entstehung der Innovationen beteiligt sind und auf wieviel sich die Ausgaben für Innovationen belaufen: Während in Deutschland durchschnittlich fünf Prozent der Mitarbeiter an der Entstehung von Produktinnovationen beteiligt sind, bringen es dänische Unternehmen auf fast 15 Prozent. Die Ausgaben für Innovationen liegen weltweit bei bis zu vier Prozent des Umsatzes. In Japan und Kanada sind es sogar 36 Prozent. Deutschland liegt mit 16 Prozent im Mittelfeld.

Dass der Innovationserfolg nicht auf die Anzahl der Patentanmeldungen zurückzuführen ist, zeigt das Beispiel Japan. Zwar sind japanische Unternehmen mit über 60 Patenten jährlich pro Unternehmen führend bei der Entwicklung von Produktneuheiten, bei der erfolgreichen Vermarktung jedoch belegen sie im internationalen Vergleich nur den fünften Platz. US-Unternehmen sowie deutsche Unternehmen, die bei der Innovationsentwicklung eher durchschnittliche Werte erreichen, sind bei der Verwertung ihrer Produkte auf dem Markt wesentlich erfolgreicher.

Quelle: Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft, http://www.bmwi.de/foerderdb/aktuell
 
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