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WeReo-Infobriefe

Unternehmenskommunikation fördert Motivation

Die interne Unternehmenskommunikation, also die Kommunikation zwischen den Unternehmensmitgliedern, ist ungemein wichtig. Sie ist das Mittel, um Verständnis, Akzeptanz und die Bereitschaft zum Mitmachen bei den Beschäftigten zu erreichen. Sie ist entscheidend für die Kommunikation nach außen, denn: nur wer gut informiert ist, kann gut informieren. Wer informiert ist, kann motivierter mitdenken und mitentscheiden.

Dass die Bedeutung der internen Kommunikation zunehmend erkannt wird, zeigen folgende zwei Sachverhalte:

1. Der Nobelpreis für Ökonomie ist 1996 an zwei Preisträger gegangen, die sich mit der Frage beschäftigten, wie sich unvollständig und ungleichmäßig verteilte Informationen auf Entscheidungsprozesse in Unternehmen auswirken.

2. Eine Studie des Deutschen Kommunikationsverbandes fand heraus, dass 70 Prozent aller am Arbeitsplatz auftretenden Fehler auf mangelnde Kommunikation zurückzuführen sind.

Erfolgreiche Unternehmenskommunikation setzt zwei Grundprinzipien voraus. Zum einen ist Transparenz eine unerlässliche Voraussetzung. Jeder Mitarbeiter darf beispielsweise wissen, was die Ziele des Unternehmens sind, mit welcher Strategie diese Ziele erreicht werden sollen und was seine Aufgaben und Ziele in den ablaufenden Prozessen sind. Zum anderen ist es wichtig zu erkennen, dass Kommunikation mehr ist als reine Information. Sie ist auch das Erklären von Entscheidungen und ihren Hintergründen und das Schaffen von Informations- und Diskussionsforen, auf denen Informationen, Erfahrungen und Meinungen ausgetauscht werden können.

Die internen Kommunikation kann durch folgende Maßnahmen verbessert werden: - Durch die Erhöhung der Authentizität und Aktualität von Informationen. Beispielsweise sollten Mitarbeiter nicht schlechter informiert sein als Journalisten.

- Durch die Formulierung von Botschaften und die Ermöglichung des Dialogs mit den Mitarbeitern, um die Orientierung im Informationsdschungel zu erleichtern. Zum Beispiel, indem bestimmte Informationen im persönlichen Gespräch diskutiert und nicht nur schriftlich verteilt werden.

- Durch die Auswahl, Zielgruppengenauigkeit und Ergebnisorientierung von Kommunikation, indem beispielsweise Besprechungen straffer organisiert werden.

Experten sagen voraus, dass das Intranet die zentrale Kommunikationsplattform der Zukunft sein wird. Es kann eingesetzt werden zur internen Veröffentlichung von:
- Unternehmensdaten/Präsentationsunterlagen
- Adressen/Telefonverzeichnisse
- externen Wissensquellen (z. B. Handbücher und Unterlagen für verschiedene Arbeitsprozesse)
- Angebote für Aus- und Weiterbildung
- Veröffentlichungen des Unternehmens
- Übertragung von Pressekonferenzen, Hauptversammlungen etc.
- interne Jobbörsen
- internes Bestellwesen
- Diskussionsforen, Chatboxen, Erfahrungsaustausch-Datenbanken
- E-Mail

Der Einsatz von moderner Kommunikationstechnik führt zwar dazu, dass Informationen schneller und einfacher verbreitet werden können, aber die Techniken führen nicht automatisch dazu, dass die interne Kommunikation erfolgreich und effektiv ist. Jedes Instrument funktioniert nur so gut, wie die Mitarbeiter und Führungskräfte, die es benutzen. Und letztendlich darf nicht vergessen werden, dass selbst die besten Instrumentarien die persönliche Kommunikation nicht ersetzen können.

Zum Abschluss die Krux der Kommunikation, wie sie Dieter Frey, Professor für Psychologie an der Universität München, beschreibt: "Gesagt bedeutet nicht gehört, gehört bedeutet nicht verstanden, verstanden heißt noch nicht einverstanden, einverstanden nicht angewendet und angewendet noch nicht beibehalten".
 
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