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Mediation
der kreative Umgang mit Konflikten im Unternehmen
Mit
fast jeder Veränderung im Unternehmen treten Konflikte auf, und
dies gilt nicht nur dann, wenn der Abbau von Arbeitsplätzen
bevorsteht. Je einschneidender die Veränderungen, desto höher
das Konfliktpotential. Eine Form des Konfliktmanagements in
Unternehmen ist die Mediation. Dabei versuchen die Kontrahenten unter
Mithilfe von außenstehenden Vermittlern (den Mediatoren), ihre
Konflikte zu lösen. Mediation als Konfliktlösungsmodell hat
eine lange Tradition. Sie wurde bereits im alten Ägypten und in
anderen östlichen Kulturen angewendet. In China ersetzt die
Mediation nahezu die Justiz. Mediatoren vermitteln dort jährlich
bei sieben bis acht Millionen Konflikten, die zu 90% erfolgreich
gelöst werden, und seit Mitte der achtziger Jahre leisten
Mediatoren auch bei innerbetrieblichen Konflikten immer häufiger
gute Arbeit.
Wenn
bisher geführte Gespräche gescheitert oder festgefahren
sind, aber an funktionierenden Arbeitsbeziehungen weiterhin ein
Interesse besteht, ermöglicht Mediation die Erarbeitung einer
einvernehmlichen Lösung, die von beiden Seiten als Gewinn
angesehen werden. Der Mediator ist dabei jedoch lediglich für
das Verfahren verantwortlich, inhaltlich müssen die
Konfliktparteien den Konflikt selbst lösen. Zeichnen sich
allerdings faule Kompromisse ab, schaltet sich der
Mediator ein und verhindert ein zu frühes Nachgeben um des
lieben Friedens Willen.
Bei
der Mediation werden zunächst alle Streitpunkte gesammelt, um
das meist schwer durchschaubare Geflecht der unterschiedlichen
Bedürfnisse und Interessenlagen aufzuschlüsseln und für
die Beteiligten transparent zu machen. Dabei geht es vor allem darum,
die Konfliktparteien für die Perspektive der Gegenseite zu
sensibilisieren. Anschließend werden Lösungsvorschläge
gesammelt, wobei der Phantasie der Beteiligten durch die Anwendung
von Kreativitätstechniken (z. B. Brainstorming) zunächst
keine Grenzen gesetzt sind. Nach der Entwicklung von
Lösungsvorschlägen werden diese anhand bestimmter Kriterien
fair, sachgerecht und effizient diskutiert. Mit ihren Entscheidungen
für bestimmte Maßnahmen verpflichten sich die Betroffenen
zu dem entsprechenden Verhalten. Dabei gilt der Grundsatz, dass die
Handlung einer Person nicht von der einer anderen abhängig sein
darf nach dem Motto wenn Herr Maier das macht, dann....
Nur eindeutige Vorgaben, die der Mediator in einer schriftlichen
Vereinbarung festhält, sind zugelassen und mit ihrer
Unterschrift dokumentieren die Kontrahenten ihren festen Willen zur
Besserung.
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