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Der
Lerntransfer - ein wichtiger Faktor für den Erfolg betrieblicher
Weiterbildung
Der
betriebliche Nutzen von Weiterbildungsmaßnahmen steigt in dem
Maße,
wie es
gelingt, das Gelernte in die betriebliche Arbeitssituation
umzusetzen
und anzuwenden. Wichtig ist es, bereits beim Planen des
Trainings
die spätere Umsetzung mit zu berücksichtigen.
Daher gilt
es, nicht nur zu fragen, wer was lernen soll, sondern auch,
unter
welchen Bedingungen das Gelernte im Unternehmen angewendet werden
soll. Auf
diese Weise gelingt es, die Weiterbildungsmaßnahme gezielt auf
die
betrieblichen und persönlichen Bedürfnisse auszurichten.
Gleichzeitig
können so förderliche und hemmende Einflussfaktoren auf
einen
erfolgreichen Lerntransfer ermittelt werden.
Typische
Gründe, warum das durch Weiterbildung erworbene Wissen in der
Praxis
nicht oder nicht genügend umsetzt wird, sind beispielsweise:
ablehnende
Haltung von Kollegen und Vorgesetzten, fehlende Motivation
des
Teilnehmers, fehlende Anwendungsmöglichkeiten aufgrund
organisatorischer
Gründe oder aufgrund von Zeitdruck durch das
Tagesgeschäft.
Der
Lerntransfer kann durch eine Vielzahl von Maßnahmen vor,
während und
nach der
Qualifizierungsmaßnahme gezielt gefördert bzw.
Transferhemmnisse
minimiert werden. Bei der Planung einer Weiterbildung
ist eine
strikt bedarfsgerechte, an Aufgaben und Anforderungen
orientierte
Zielsetzung und Gestaltung der Maßnahme erforderlich.
Außerdem
ist es sinnvoll, den Teilnehmer bereits bei der Planung der
Maßnahme
- beispielsweise durch ein Gespräch mit dem Vorgesetzten - mit
einzubeziehen.
So wird gewährleistet, daß er die Maßnahme als
gezielte
Hilfe und
Förderung für sich erkennen kann.
Während
der Weiterbildungsmaßnahme kann die Umsetzung im Arbeitsalltag
gefördert
werden, indem z. B. die Lernunterlagen praxisnah gestaltet
werden,
ausreichend Gelegenheit zur Einübung und praktischen Anwendung
eingeplant
wird und mögliche Umsetzungsprobleme angesprochen und
Lösungsstrategien
erarbeitet werden. Nach Abschluß der
Weiterbildungsmaßnahme
ist es vor allem Aufgabe des Vorgesetzten, den
Lerntransfer
durch Beratung und Förderung zu unterstützen, indem
mögliche
Hindernisse beseitigt und Anwendungsfreiräume gewährt
werden.
Außerdem
kann im Rahmen von Reviewsitzungen, Follow-up- oder
Transferseminaren
die Umsetzung in den betrieblichen Alltag thematisiert
und
gefördert werden.
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