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Projektarbeit: Eine
arbeitsnahe Lernform für KMU
Ein
Holzfäller kommt nicht dazu, seine Axt zu schärfen, weil er
so mit Holzhacken beschäftigt ist.
In
diesem Satz spiegelt sich die Situation und die Einstellung vieler
kleiner und mittlerer Unternehmen wider, die aufgrund einer eher
engen Personaldecke der Erledigung der täglich anfallenden
Arbeit oft Vorrang vor der Weiterqualifizierung ihrer Mitarbeiter
geben. Dieses Dilemma wird umso kleiner, je mehr es gelingt, Lernen
in den Arbeitsprozess zu integrieren.
Das
Lernen in Projektarbeit ist eine typische Lernform, bei der Arbeiten
und Lernen in einem Prozess stattfinden, das heißt, dass das
Lernen bei der Bearbeitung einer konkreten betrieblichen
Aufgabensstellung erfolgt.
Ein
betriebliches Projekt ist dadurch gekennzeichnet, dass ein konkretes
Problem oder eine Aufgabenstellung mit klar definierter Zielsetzung
innerhalb eines befristeten Zeitraumes von einer oder mehreren
Personen bearbeitet wird. Vor allem bei Fragestellungen, die über
die Grenzen einzelner Abteilungen hinausgehen, bietet sich die
sogenannte abteilungsübergreifende Projektarbeit an. Ein
häufiger Einsatz dieser Arbeitsform findet in der
Produktentwicklung statt: Eine Untersuchung des Frauenhofer Instituts
(ISI) hat ergeben, dass Produktinnovationen von einem Projektteam
schneller und effizienter hervorgebracht werden können als in
herkömmlich funktional gegliederten Arbeitsstrukturen. Die
funktional gegliederte Aufbauorganisation, wie sie in KMU nach wie
vor vorherrschend ist, wird dabei in der Projektlaufzeit
(Pilotprojekt) oder sogar auf Dauer von projektspezifischen
Teamstrukturen überlagert.
Die
Lernpotenziale für die Projektteam-Mitarbeiter liegen zum
Beispiel darin, dass sie
Einblick
in die Eigenarten und Probleme anderer Abteilungen erhalten,
einen
besseres Verständnis für betriebliche Zusammenhänge
bekommen,
selbständiges
Arbeiten im Team üben bzw. verbessern
Eigenständig
Problemlösungen erarbeiten und Problemlösungsstrategien
entwickeln
Projektmanagement-Instrumente
kennen- und einsetzen lernen
Moderations-
und Präsentationstechniken einüben und
ihre
Sozialkompetenz erweitern (Team- und Konfliktfähigkeit).
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