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FAQs - häufig gestellte Fragen und Antworten zum Thema „Reorganisation und Weiterbildung“

  

Was ist Reorganisation?

Was bringt Reorganisation?

Wie lange dauern Reorganisationsmaßnahmen?

Was sind typische Anlässe für Reorganisation?

Ist es sinnvoll, direkt das komplette Unternehmen zu reorganisieren, oder sollte man in einzelnen Bereichen beginnen?

Welche Rolle spielen Geschäftsführung und Führungskräfte bei Reorganisation?

Müssen die Mitarbeiter bei Reorganisationsmaßnahmen eingebunden werden?

Muss der Betriebsrat bei Reorganisation eingebunden werden?

Wie kann ich die Beteiligten für den Reorganisationsprozess motivieren?

Wer sind die „Bremser“ bei Reorganisation, und was sind mögliche Ursachen dafür?

Werden im Zuge von Reorganisationsmaßnahmen Mitarbeiter abgebaut?

Warum scheitern viele Reorganisationsprojekte?

Welche Bedeutung hat Qualifizierung für Reorganisationsmaßnahmen?

Wie werden Qualifizierungsziele festgelegt?

Wie wähle ich den richtigen Bildungsanbieter für mein Unternehmen aus?

Was sagt die Zertifizierung eines Weiterbildungsanbieters über die Qualität seiner Arbeit aus?

Was sind typische Probleme bei der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Bildungsanbietern?

Was können und müssen Unternehmen und Bildungsanbieter im Hinblick auf eine bessere Zusammenarbeit leisten?

Was kosten Qualifzierungsmaßnahmen?

Ist Weiterbildungsberatung eine Bedingung für erfolgreiche Bildungsinvestitionen?I

Was sind die wesentlichen Aufgaben der Weiterbildungsberatung?

Was bedeutet „maßgeschneiderte Weiterbildung“?

Wie stelle ich den Qualifizierungsbedarf von Mitarbeitern fest?

Wie erstellt man ein Anforderungsprofil?

Wie wird das Qualifizierungsniveau von Mitarbeitern festgestellt?

Wie kann ich das Potential von Mitarbeitern ermitteln?

Wie kann der Transfer des Lernerfolgs von Bildungsmaßnahmen am Arbeitsplatz sichergestellt werden?

Wie kann ich den Erfolg von Qualifizierungsmaßnahmen feststellen?

Wie kannn das Denken in unserem Unternehmen verändert werden?

Welche Veränderungsstrategien gibt es?

Wie vermittle ich bei Konflikten im Veränderungprozess?


 
Was ist Reorganisation?
Unter „Reorganisation“ werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die dazu dienen, das gesamte Unternehmen oder Teile davon, mit dem Ziel der Effizienzverbesserung zu verändern.
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Was bringt Reorganisation?
Positive Konsequenzen von Reorganisation sind Kostenreduzierung, die Beschleunigung der Produktentwicklung, die Optimierung von Produktionsabläufen sowie die Motivation der Beschäftigten.
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Wie lange dauern Reorganisationsmaßnahmen?
Reorganisation erfordert in der Regel Geduld und einen langen Atem. So sollte man bei umfassenden Veränderungsprojekten mindestens zwei Jahre Zeit einkalkulieren. Außerdem sind neue Anforderungen des Marktes zu einem dauernden Zustand geworden, so dass eigentlich nur eine fortlaufende Reorganisation das Überleben eines Unternehmens sichern kann.
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Was sind typische Anlässe für Reorganisation?
Die Gründe, aus denen Reorganisationsmaßnahmen angestoßen werden, sind zahlreich. Sie lassen sich jedoch dahingehend unterscheiden, ob der Wandel extern oder intern bedingt ist. Bei einem extern bedingten Wandel stellt eine Veränderung im Umfeld des Unternehmens den Anlass für die Reorganisation dar. Hier wird vor allem die „Veränderung der Marktbedingungen“ in zahlreichen Veröffentlichungen immer wieder zitiert. Bei einem intern bedingten Wandel liegt der Anlass zur Reorganisation nicht im Umfeld des Unternehmens, sondern in der mangelnden Anpassungsfähigkeit eines Unternehmens an solche Veränderungen.
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Ist es sinnvoll, direkt das komplette Unternehmen zu reorganisieren, oder sollte man in einzelnen Bereichen beginnen?
Durch Reorganisation sollen in der Regel Veränderungen im gesamten Unternehmen und nicht nur in einer einzelnen Abteilung oder Gruppe angestrebt werden. Auf der anderen Seite helfen schnelle Erfolge, den Wandel langfristig zu finanzieren, die nötige Beharrlichkeit zu sichern und Widerstände abzubauen.
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Welche Rolle spielen Geschäftsführung und Führungskräfte bei Reorganisation?
Reorganisationsprozesse werden in der Regel „top down“ eingeleitet. In diesem Fall braucht die Unternehmensleitung zunächst eine klare und umfassende Vision für das zukünftige Unternehmen. Dabei sollte sie in aller Deutlichkeit und für alle Beteiligten verständlich Zielvorgaben für den angestrebten Endzustand formulieren. Dies ist notwendig, damit nicht Halbheiten das Projekt verzögern oder ihm den Schwung des Neuanfangs nehmen. Während der Projektlaufzeit muss die Unternehmensführung in Krisensituationen Probleme gezielt angehen und Hindernisse aus dem Weg räumen.
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Müssen die Mitarbeiter bei Reorganisationsmaßnahmen eingebunden werden?
Mit einer zunehmenden Beteiligung der Mitarbeiter schon an der Planung und Ausarbeitung von Reorganisationsmaßnahmen nimmt der Erfolg der Veränderungsbemühungen zu. Dies liegt zum einen daran, dass durch die Beteiligung der Betroffenen deren potentieller Widerstand aufgefangen wird. Zum anderen lässt sich durch die Beteiligung der Mitarbeiter deren Know-how für die Reorganisation nutzen.
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Muss der Betriebsrat bei Reorganisation eingebunden werden?
Wichtig für die erfolgreiche Durchführung von Reorganisationsmaßnahmen ist ein Steuerungsteam, dem neben einem eventuell hinzugezogenen Berater und Vertretern der Unternehmensführung auch Vertreter des Betriebsrats und jeweils auszuwählende Spezialisten des Unternehmens aus den betroffenen Bereichen angehören sollten. Speziell die Integration des Betriebsrats ist dabei mit Nachdruck zu betonen, da bei vielen Reorganisationsmaßnahmen Regelungen des Betriebsverfassungsgesetzes berührt werden und die Mitarbeit des Betriebsrates förderlich für das Projekt ist.
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Wie kann ich die Beteiligten für den Reorganisationsprozess motivieren?
Menschen sind in der Regel bereit ihr Verhalten zu ändern, wenn sie von der Notwendigkeit der anstehenden Reorganisation überzeugt sind und daraus ihren persönlichen Nutzen ableiten können.
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Wer sind die „Bremser“ bei Reorganisation, und was sind mögliche Ursachen dafür?
Bei Reorganisation können meist drei Mitarbeitergruppen unterschieden werden. Die erste Gruppe sind die Enthusiastischen, die Veränderungen begrüßen und mit Engagement unterstützen. Die zweite Gruppe sind die Zögerer, die nicht begeistert sind, aber den Prozess vorsichtig mittragen. Die dritte Gruppe sind schließlich die „Bremser“, die Gegner von Reorganisation. Sie widersetzen sich passiv oder aktiv allem Neuem, weil sie Reorganisation nur als Nachteil und Bedrohung der eigenen Position begreifen.
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Werden im Zuge von Reorganisationsmaßnahmen Mitarbeiter abgebaut?
Reorganisation führt nicht zwangsläufig zum Abbau von Mitarbeitern. Dies ist lediglich dann der Fall, wenn bei einer erzielten Rentabilitätssteigerung der Marktanteil unverändert gleich bleibt. Sofern die Rentabilitätssteigerung jedoch von einer Absatzsteigerung begleitet wird, kann Reorganisation auch dazu führen, dass Personal eingestellt wird.
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Warum scheitern viele Reorganisationsprojekte?
Wesentliche Gründe für Misserfolge von Reorganisationsprojekten sind die mangelnde Unterstützung durch die Unternehmensführung, die geringe Identifikation der Mitarbeiter mit dem Veränderungsprojekt, zu hohe Erwartungen in der Anfangsphase sowie fehlende Konsequenzen.
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Welche Bedeutung hat Qualifizierung für Reorganisationsmaßnahmen?
Qualifizierung hat bei Reorganisationen eine hohe Bedeutung, da betriebliche Umstrukturierungsmaßnahmen zur Erhaltung bzw. Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens immer direkt oder indirekt die Mitarbeiter betreffen. Selbst rein technisch orientierte Reorganisationsmaßnahmen wie z. B. die Einführung neuer Technologien sind in der Regel mit neuen Qualifikationsanforderungen an alle oder einen Teil der Mitarbeiter verbunden. Dies gilt in besonderem Maße für Reorganisationsvorhaben, die Veränderungen im Verhalten von Mitarbeitern mit sich bringen wie z. B. die Einführung von Projekt- oder Gruppenarbeit.
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Wie werden Qualifizierungsziele festgelegt?
Qualifizierungsziele sollten aus den bestehenden oder künftig angestrebten Unternehmenszielen abgeleitet werden bzw. mit diesen kompatibel sein. Nur bei einer solch engen Verzahnung von Organisations- und Personalentwickung kann das Erreichen von Qualifizierungszielen tatsächlich zum Unternehmenserfolg beitragen. Bei der Festlegung der Qualifizierungsziele sollte die Geschäftsführung die Mitarbeiter möglichst frühzeitig miteinbeziehen, um deren Akzeptanz und Motivation zu fördern. Die weiNeugehende Übereinstimmung von persönlichen mit betrieblich angestrebten Qualifizierungszielen ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg betrieblicher Qualifizierungsmaßnahmen. Da eine möglichst klare Zielformulierung für den gesamten Qualifizierungsprozess von entscheidender Bedeutung ist, werden Beratungen vor der eigentlichen Qualifizierung zunehmend in das Leistungsspektrum von Weiterbildungsanbietern aufgenommen.
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Wie wähle ich den richtigen Bildungsanbieter für mein Unternehmen aus?
Die Entscheidung für oder gegen einen Bildungsanbieter wird in der Praxis oftmals vor allem unter Kostengesichtspunkten getroffen. Um den „richtigen“ Bildungsanbieter zu finden, sollten zusätzlich auch folgende Aspekte berücksichtigt werden: Praxiserfahrung des Anbieters, fachliche Kompetenz, zeitliche Verfügbarkeit, grundsätzliche Bereitschaft zu längerfristiger Zusammenarbeit und eine gemeinsame „Wellenlänge“.
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Was sagt die Zertifizierung eines Weiterbildungsanbieters über die Qualität seiner Arbeit aus?
Ein Zertifikat nach DIN EN ISO 9000 ff. sagt zunächst einmal wenig über die Qualität der Weiterbildungsleistungen des Anbieters aus. Vielmehr ist es eher ein Nachweis für die Qualität der Organisation bzw. der organisatorischen Abläufe. Durch die Zertifizierung macht eine Weiterbildungseinrichtung deutlich, dass die Bedürfnisse und die Qualitätsansprüche ihrer Kunden im Mittelpunkt ihrer organisatorischen Anstrengungen stehen und dass sie systematisch daran arbeitet, diese Anforderungen zu erfüllen. In der Regel hat die durch die Zertifizierung dokumentierte Qualität einer Organisation aber auch positiven Einfluss auf die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen.
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Was sind typische Probleme bei der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Bildungsanbietern?
In der Zusammenarbeit von Unternehmen und Bildungsanbietern können verschiedenartige Störungen und Probleme auftauchen, die zum Teil von vornherein hätten verhindert werden können, wie z. B. fehlender Praxisbezug der Inhalte, personelle Störungen in der „Chemie“, falsche oder zu ungenaue Zielsetzung, unterschiedliche Vorstellungen über den tatsächlich benötigten Zeitbedarf.
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Was können und müssen Unternehmen und Bildungsanbieter im Hinblick auf eine bessere Zusammenarbeit leisten?
Die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kooperation von Unternehmen und Bildungsanbietern sind gegenseitiges Vertrauen und eine gut funktionierende Kommunikation. Darüber hinaus sind klar formulierte, erreichbare Ziele, klar abgegrenzte Kompetenzen und ein geregeltes Projektmanagement wichtig.
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Was kosten Qualifzierungsmaßnahmen?
Die Höhe der Kosten von Qualifizierungsmaßnahmen hängt von Umfang und Art der Maßnahmen ab. Zu den Kosten von Qualifizierungsmaßnahmen zählen die mit der Qualifizierung direkt zusammenhängenden Kosten für Trainer, Lernmaterial, Schulungsraum usw. (bei firmeninternen Qualifizierungen) bzw. Teilnahmegebühren (bei extern durchgeführten Schulungen) sowie indirekte Kosten wie Ausfallzeiten der an Qualifizierungsmaßnahmen beteiligten Personen. In Klein- und Mittelbetrieben stellen die Kosten ein wesentliches Entscheidungskriterium für/gegen Qualifizierungsmaßnahmen dar. Bei dieser Entscheidung sollte grundsätzlich überlegt werden, welche Kosten mittel- bis langfristig auf das Unternehmen zukommen, wenn auf die Qualifizierung verzichtet würde (sog. Opportunitätskosten).
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Ist Weiterbildungsberatung eine Bedingung für erfolgreiche Bildungsinvestitionen?
Weiterbildungsberatung trägt dazu bei, dass die auf das Unternehmen und die Mitarbeiter „richtig“ zugeschnittenen Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Inwieweit ein Unternehmen externe Weiterbildungsberatung in Anspruch nimmt, damit die Bildungsinvestition erfolgreich ist, hängt mit der bisherigen Weiterbildungskultur und –erfahrung im Unternehmen zusammen.
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Was sind die wesentlichen Aufgaben der Weiterbildungsberatung?
Das Ziel von Weiterbildungsberatung ist es, das Unternehmen bei der Planung und Gestaltung betrieblicher Weiterbildungsmaßnahmen zu unterstützen. Als wesentliche Aufgaben sind zu nennen: Definition von Qualifizierungszielen, Ermittlung des konkreten Qualifizierungsbedarfs, Auswahl und Planung von Qualifizierungsmaßnahmen und Gestaltung von betrieblichen Bildungsprozessen.
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Was bedeutet „maßgeschneiderte Weiterbildung“?
Maßgeschneiderte Weiterbildung bedeutet, die betriebsspezifischen Rahmenbedingungen bei der Konzepterstellung zu berücksichtigen, auf das Unternehmen und die Mitarbeiter zugeschnittene Lernformen, -zeiten und -methoden zu erarbeiten und Geplantes bei Bedarf anzupassen. Dies setzt eine enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Bildungsanbietern voraus. Aus Unternehmenssicht kann sie zwar teurer, dafür aber sehr viel nutzenbringender sein als standardisierte Weiterbildungskonzepte.
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Wie stelle ich den Qualifizierungsbedarf von Mitarbeitern fest?
Die systematische Feststellung des Qualifizierungsbedarfs der Mitarbeiter ist Voraussetzung dafür, dass betriebliche Weiterbildung betriebs- und mitarbeiterbezogen und damit effektiv gestaltet werden kann. Hierfür gibt verschiedene Möglichkeiten und Instrumente. Grundsätzlich kann Qualifizierungsbedarf abgleitet werden aus dem Vergleich vorhandener Qualifikationen (Ist-Zustand) mit angestrebten Qualifikationsanforderungen (Soll-Zustand).
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Wie erstellt man ein Anforderungsprofil?
Bei der Erstellung von Anforderungsprofilen lassen sich zwei Vorgehensweisen unterscheiden. Beim „Bottum up“-Ansatz fragt man danach, wie sich erfolgreiche von weniger erfolgreichen Positionsinhabern unterscheiden und nimmt dies als Grundlage, um auf die Anforderungen an Mitarbeiter zu schließen. Beim „top down“-Vorgehen geht man dagegen davon aus, dass der Maßstab für die Zukunft sich nicht aus einer Festschreibung des Bestehenden ergeben kann, sondern dass sich Anforderungen vielmehr aus strategischen Unternehmenszielen, Marktentwicklungen und Werten, die das Unternehmen in Zukunft prägen sollen, ergeben. Das Top-Down-Vorgehen entspricht daher der Ableitung von Anforderungen aus Unternehmenszielen und -werten.
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Wie wird das Qualifizierungsniveau von Mitarbeitern festgestellt?
Beobachtung und Befragung stellen die gängigsten Verfahren zur Feststellung des Qualifizierungsniveaus von Mitarbeitern dar, wobei sich innerhalb dieser beiden Kategorien verschiedene Ansätze unterscheiden lassen. So fällt Assessment Center zum Beispiel unter die Kategorie Beobachtung, während Beurteilungsbögen eher in der Kategorie Befragung anzusiedeln sind.
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Wie kann ich das Potential von Mitarbeitern ermitteln?
Zur Feststellung des Potentials von Mitarbeitern kann auf die Ergebnisse der Mitarbeiterbeurteilung nachobengegriffen werden. Dabei ergibt sich jedoch die Schwierigkeit, dass von den Leistungen in der Vergangenheit auf die Eignung für künftig zu übernehmende andere, teilweise anspruchsvollere Tätigkeiten geschlossen werden muss. Als Faustregel kann gelten, dass das notwendige Potential um so eher vermutet werden kann, je häufiger der Mitarbeiter die bisherigen Leistungsanforderungen insgesamt und in Einzelmerkmalen übertrifft. Ein weiteres Indiz für das Potential sind das Interesse und das Engagement eines Mitarbeiters für seine bisherige Tätigkeit. Außerdem kann der Verlauf der bisherigen beruflichen Entwicklung sowohl in zeitlicher Hinsicht als auch nach der Art der ausgeübten Tätigkeiten als Orientierungshilfe herangezogen werden.
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Wie kann der Transfer des Lernerfolgs von Bildungsmaßnahmen am Arbeitsplatz sichergestellt werden?
Die Frage, inwieweit Gelerntes in den betrieblichen Arbeitsalltag umgesetzt wird, trägt entscheidend zum betrieblichen Nutzten einer Bildungsmaßnahme bei. Dieser Transfer von der Lern- auf die Arbeitssituation kann durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen vor, während und nach der eigentlichen Qualifizierung gezielt gefördert werden. Auch das frühzeitige Erkennen und der Abbau möglicher, meist organisatorisch bedingter Transferhemmnisse helfen die Übertragung des Gelernten auf den Arbeitsplatz sicherzustellen. Vor allem die Motivation des Teilnehmers und die Unterstützung durch Vorgesetzte und Kollegen sind wesentliche Voraussetzungen für den Transfer des Lernerfolges in das Unternehmen.
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Wie kann ich den Erfolg von Qualifizierungsmaßnahmen feststellen?
Wichtige Instrumente zur Erfolgsermittlung stellen die mündliche (Mitarbeitergespräche, Beurteilungsgespräche) oder die schriftliche (Fragebogen vor und nach der Maßnahme) Befragung der Teilnehmer dar. Wesentliche Voraussetzung dafür ist eine genaue vorherige Formulierung von Qualifizierungszielen und geeigneten Erfolgskriterien. Bei sogenannten „weichen“ Faktoren wie z. B. höhere Arbeitszufriedenheit oder verbessertes Betriebsklima ist eine Messung im eigentlichen Sinne oft nicht möglich. Hier müssen Indikatoren gefunden werden, die einen möglichst eindeutigen Rückschluss auf die Qualifizierungsmaßnahme zulassen. Eine Erfolgsfeststellung im Nachhinein sollte durch eine Erfolgssteuerung während der Qualifizierungsmaßnahme ergänzt werden, um das Risiko von Fehlinvestitionen zu vermindern.
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Wie kann das Denken in unserem Unternehmen verändert werden?
Veränderungen im Denken setzen voraus, dass Menschen ihre Annahmen darüber verändern, welches Verhalten zu welchem Ergebnis führt. Die Veränderung vollzieht sich in zwei Schritten. Im ersten Schritt stellt die Person fest, dass ihre Handlungsergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Dabei wird sie zunächst versuchen, die festgestellten Abweichungen ohne die Veränderung ihrer Alltagstheorie zu korrigieren, d. h. sie versucht, die neuen Erfahrungen in die bestehende Denkstruktur zu integrieren. Erst wenn die Handlungsergebnisse wiederholt abweichen, werden Alltagstheorien revidiert, konkurrierende Annahmen geNeuet und die Theorien, die sich bewährt haben, übernommen. In diesem Schritt verändert sich das Denken. Um diesen Prozess zu fördern, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: So sollte man zum Beispiel auf Widersprüche hören, in Alternativen denken und Raum zum Experimentieren lassen.
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Welche Veränderungsstrategien gibt es?
Im Rahmen von Organisationsentwicklung lassen sich drei verschiedene Arten von Veränderungsstrategien unterscheiden. Die erste Art von Strategie basiert auf der Annahme, dass Wandel von Betroffenen akzeptiert wird, wenn sie über die Vorteilhaftigkeit der Veränderung aufgeklärt worden sind und der Wandel sich rational rechtfertigen lässt. Typisch für diese Veränderungsstrategien sind alle Formen von Reorganisationsverfahren. Die zweite Art von Strategie nimmt dagegen an, dass sich Verhalten nur ändern lässt, wenn es gelingt, die hinter den Einstellungen der Menschen stehenden Normen und Werte zu verändern. Diese Veränderungsstrategien gehen demnach davon aus, dass Normen und Werte Verhalten prägen, vorausgesetzt allerdings, dass sich die Personen mit ihnen identifizieren. Die dritte Art von Strategie basiert auf der Annahme, dass Verhalten sich nur aufgrund von ökonomischen, politischen und sozialen Sanktionen verändern lässt.
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Wie vermittle ich bei Konflitken im Veränderungsprozess?
Mit fast jeder Veränderung im Unternehmen treten Konflikte auf, und dies gilt nicht nur dann, wenn der Abbau von Arbeitplätzen bevorsteht. Je einschneidender die Veränderungen, desto höher das Konfliktpotential. Eine Form des Konfliktmanagements in Unternehmen ist die Mediation. Dabei versuchen die Kontrahenten unter Mithilfe von außenstehenden Vermittlern (den Mediatoren), ihre Konflikte zu lösen. Mediation ermöglicht die Erarbeitung einer einvernehmlichen Lösung, die von beiden Seiten als Gewinn angesehen wird. Der Mediator ist dabei jedoch lediglich für das Verfahren verantwortlich, inhaltlich müssen die Konfliktparteien den Konflikt selbst lösen. Zeichnen sich allerdings „faule Kompromisse“ ab, schaltet sich der Mediator ein und verhindert ein zu frühes „Nachgeben um des lieben Friedens willen“.

Bei der Mediation werden zunächst alle Streitpunkte gesammelt, um das meist schwer durchschaubare Geflecht der unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessenlagen aufzuschlüsseln und für die Beteiligten transparent zu machen. Dabei geht es vor allem darum, die Konfliktparteien für die Perspektive der Gegenseite zu sensibilisieren. Anschließend werden Lösungsvorschläge gesammelt, wobei der Phantasie der Beteiligten durch die Anwendung von Kreativitätstechniken (z. B. Brainstorming) zunächst keine Grenzen gesetzt sind. Nach der Entwicklung von Lösungsvorschlägen werden diese anhand bestimmter Kriterien diskutiert. Mit ihren Entscheidungen für bestimmte Maßnahmen verpflichten sich die Betroffenen zu dem entsprechenden Verhalten. Dabei gilt der Grundsatz, dass die Handlung einer Person nicht von der einer anderen abhängig sein darf nach dem Motto „wenn Herr Maier das macht, dann...“.Nur eindeutige Vorgaben, die der Mediator in einer schriftlichen Vereinbarung festhält, sind zugelassen, und mit ihrer Unterschrift dokumentieren die Kontrahenten ihren festen Willen zur Besserung.
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