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WeReo-Lexikon zum Thema „Reorganisation und Weiterbildung“

In diesem Lexikon werden wichtige Begriffe im Zusammenhang mit „Qualifizierung für Reorganisation“ erläutert. Das Glossar liefert kurze Beschreibungen von betriebswirtschaftlichen Begriffen rund um betriebliche Reorganisation (z. B. aus dem Bereich Arbeitsorganisation) sowie von pädagogischen Begriffen zu Qualifizierung für Reorganisation andererseits.


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A

 

Ablauforganisation
Regelung, wie in einem Unternehmen(sbereich) die Arbeitsaufgaben abgearbeitet werden. Bei der Ablauforganisation geht es um die Frage, wie Arbeitsabläufe gestaltet werden bzw. wie etwas erledigt wird.

 

Aufbauorganisation
Organisatorischer Aufbau einer Institution/eines Unternehmens. Dazu gehört die Bildung von Stellen und Abteilungen, die Festlegung von Führungsebenen, Stellenbeschreibungen, Vertretungsregelungen sowie die Festlegung von Kompetenzen und Entscheidungsbefugnissen.

 

Aufgabenbereicherung
s. „Job Enrichment“

 

Aufgabenerweiterung
s.Job Enlargement“

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B

 

Balanced Scorecard (BSC)
Unternehmenssteuerungs- und -führungskonzept; Verfahren zur Konkretisierung von Zielen und ihrer Umsetzung im Unternehmen. Im Zusammenhang mit Personalentwicklung dient die BSC zur Ermittlung von Zielerreichungsgraden und damit der ergebnisorientierten Bemessung der Leistungsbeiträge von Mitarbeitern. Der Grundgedanke des BSC besteht darin, für unternehmensstrategische Kernaussagen in Form einer Vision oder eines Unternehmensleitbildes konkrete Prioritäten und Gewichtungen vorzunehmen, welche an vorhandene oder geplante Budgets gekoppelt sind.

 

Benchmarking
Benchmarking ist begrifflich von „bench mark“ abgeleitet, womit Orientierungs- und Richtwerte für Messungen im Gelände bezeichnet werden. Im übertragenen Sinne ist Benchmarking ein Mittel, um von Unternehmen zu lernen, die Spitzenleistungen bei bestimmten betrieblichen Prozessen erbringen bzw. erbracht haben.

 

Best Practice
Prozesse, die als „beste Vorgehensweise“ identifiziert worden sind.

 

Betriebliches Vorschlagswesen
Systematische Förderung, Behandlung und Belohnung von Mitarbeitervorschlägen, die für das Unternehmen einen Gewinn oder eine Kostenersparnis darstellen. Typisch sind Vorschläge zur Optimierung von Betriebsabläufen, Produkten und Vertrieb, aber z. B. auch zur Verbesserung von Arbeitssicherheit und Umweltschutz. (s. „Kontinuierlicher Verbesserungsprozess)

 

Bildungsbedarfsanalyse
Systematische Erfassung des Bildungsbedarfs von Beschäftigten. Sie kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden, z. B. durch Befragung der Zielgruppe mittels Fragebogen oder durch Workshops.

 

Bildungscontrolling
System zur Planung, Koordination, Steuerung und Bewertung betrieblicher Bildungsprozesse.

 

Bildungsmarketing
kennzeichnet im engeren Sinne alle auf die Werbung für Bildungsleistungen gerichteten Aktivitäten. Im weiteren Sinne kann Bildungsmarketing als bewusste, zielgerichtete, markt- und kundenorientierte Führung einer Bildungsorganisation verstanden werden.

 

Bottom-up
(hierarchisch: von unten nach oben); Entwicklung von Ideen und Ingangsetzen von Maßnahmen durch die Mitarbeiter (s. auch „top-down).

 

Brainstorming
(Gehirnstürme); Brainstorming ist eine auf neue Ideen zielende, freie Ideenfindungs- und Kreativitätsmethode, die im Training und in der täglichen Arbeit eingesetzt wird.

 

Business Process Reengineering (BPRE)
(= Geschäftsprozessoptimierung); Neugestaltung der erfolgskritischen Geschäftsprozesse eines Unternehmens und Ablösung alter organisatorischer Abläufe und Programmsysteme durch neu konzipierte, integrierte Arbeitsweisen (s. auch „Schlanke Produktion)

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C

 

Change Agent
(= Veränderungsmanager); unternehmensinterne oder -externe Person oder Personengruppe, die betriebliche Veränderungsprozesse initiiert und vorantreibt.

 

Coaching
systematisches Beratungs- und Handlungskonzept; alle unterstützenden Maßnahmen zur gezielten persönlichen und fachlichen Entwicklung von Führungskräften und Mitarbeitern.

 

Computer Based Training (CBT)
Sammelbezeichnung für Qualifizierungen auf der Basis von Computersystemen.

 

Corporate Identity
(= Unternehmensidentität); bezeichnet die Gesamtheit aller Mechanismen und Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen sein Selbstverständnis nach innen und außen präsentiert. Hierzu zählen drei Bereiche: Verhalten und Auftreten (corporate culture), Gestaltungsformen und Strukturen (corporate design) und Informationslogistik (corporate communication).

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D

 

Developing
(= entwickeln); beim Developing handelt es sich um eine in neuerer Zeit entwickelte eigenständige Philosophie der Unternehmenssteuerung. Dieses Verständnis von Unternehmenssteuerung und -führung geht davon aus, dass die Führungsaufgaben „Qualifizieren", „Organisieren" und „Kommunizieren" gezielt miteinander verzahnt sein müssen, um permanente Entwicklungsprozesse im Unternehmen zu gestalten. (vgl. auch „Organisationsentwicklung)

 

Dezentralisation
s. „Zentralisation“

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E

 

Empowerment
Aufforderung und Ermächtigung der Mitarbeiter, persönliche Verantwortung zu übernehmen sowohl für Verbesserungen hinsichtlich ihrer Arbeitsorganisation als auch für verstärkte Beiträge zur Verwirklichung der Unternehmensziele.

 

Ergebnisorientiertes Management
Managementstil, bei dem die Betonung auf Zielvorgaben und Arbeitsergebnissen liegt. Dieser Managementstil bedient sich fast ausschließlich leicht quantifizierbarer und kurzfristiger Renditekriterien.

 

Evaluation
Aufwand-Nutzen-Überprüfung und -Bewertung. Die Evaluation von Bildungsmaßnahmen betrifft verschiedene Felder wie Planung, Prozess, Ergebnis und Transfer. Sie kann unter pädagogisch-psychologischen sowie unter ökonomischen Gesichtspunkten vorgenommen werden.

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F

 

Fachkompetenz
Fähigkeit und Bereitschaft, die berufstypischen Aufgaben fachgerecht, selbständig und eigenverantwortlich zu bewältigen. Zur Fachkompetenz gehören: fachliche Fertigkeiten und Kenntnisse, Erfahrungen, Verständnis fachspezifischer Fragestellungen und Zusammenhänge sowie die Fähigkeit, fachliche Probleme technisch einwandfrei und zielgerecht zu lösen.

 

Fertigungsinseln
Als Gegensatz zur Fließbandarbeit eingeführte Form der Arbeitsorganisation, bei der in Zweck und Funktion erkennbare Produkteinheiten von Arbeitsgruppen in Teamarbeit erstellt werden. Eine starre Aufgabenteilung ist dabei für die Gruppenmitglieder grundsätzlich nicht vorgesehen.

 

Firmenseminar
Durch einen firmenexternen Bildungsanbieter durchgeführte Qualifizierung, die für die Mitarbeiter eines Unternehmens, in der Regel auch in den Räumlichkeiten des Unternehmens, durchgeführt wird. Dadurch, dass sich der Teilnehmerkreis ausschließlich aus Mitarbeitern eines Unternehmens zusammensetzt, können Firmenseminare die spezifischen betrieblichen Gegebenheiten in stärkerem Maße berücksichtigen als offene Seminare (s. auch „Maßgeschneiderte Qualifizierung“).

 

Follow-Up-Training
Auch Auffrischungstraining, zielt auf Transfersicherung von Bildungsmaßnahmen und reicht vom Kurzseminar/Workshop über ein telefonisches/schriftliches Interview vom Trainer bis zum Gespräch mit dem Vorgesetzten. Ein Follow-up-Seminar als integraler Bestandteil maßgeschneiderter Qualifizierung finden in einem zeitlichen Abstand von ca. sechs bis acht Wochen statt. Im Mittelpunkt stehen die Wiederholung wichtiger Seminarinhalte, die Umsetzung von Seminarzielen, der Austausch über Transferprobleme oder die Bearbeitung weiterführender Impulse.

 

Führungsstil
Die Art und Weise, wie ein Vorgesetzter die Entscheidungen bzw. Tätigkeiten in seinem Bereich steuert, wird als dessen Führungsstil bezeichnet. Den möglichen Führungsstilen entsprechen verschiedene Autoritätsgrade des Vorgesetzten und Freiheitsgrade seiner Mitarbeiter.

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G

 

Gruppenkohäsion
Unter Gruppenkohäsion versteht man die Gesamtheit aller Kräfte, die auf ein Gruppenmitglied einwirken, in der Gruppe zu bleiben. Diese Kräfte können z.B. sein: eine interessante Aufgabe, nette Kolleginnen und Kollegen, ein hoher Status der Gruppe etc. (s. auch „Teamentwicklung“, „Teamarbeit“)

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H

 

Handlungskompetenz
Unter Handlungskompetenz wird die Fähigkeit verstanden, aufgabengemäß, zielgerichtet, situationsbedingt und verantwortungsvoll betriebliche Aufgaben zu erfüllen und Probleme zu lösen, und zwar - je nach arbeitsorganisatorischen Gegebenheiten und Erfordernissen - entweder allein oder in Kooperation mit anderen. Handlungskompetenz bedingt insbesondere: Fachkompetenz, Methodenkompetenz und Sozialkompetenz.

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I

 

Inselfertigung
Eine Gruppe stellt möglichst komplette Produktteile oder Endprodukte mit Betriebsmitteln her, die räumlich und organisatorisch in einer Fertigungsinsel zusammengefasst sind. Die Inselfertigung steht im Gegensatz zu der konventionellen Werkstattfertigung, bei der ein Werkstück nacheinander mehrere Werkstätten (z. B. Dreherei, Fräserei, etc.) durchläuft.

 

ISO 9000 ff.
(= International Organization for Standardization); Internationale Normen zur Standardisierung von Qualitätssicherungssystemen.

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J

 

JiT
s. „Just in time-Anlieferung“

 

Job Enlargement (Aufgabenerweiterung)
bezeichnet die Zusammenfassung von strukturell gleichartigen Teilaufgaben. Es erfolgt eine Erweiterung des Aufgabenbereiches dadurch, dass der Arbeitende innerhalb seines Arbeitsplatzes verschiedene Tätigkeiten mit gleichem oder ähnlichem Anforderungsniveau ausübt. (s. auch „Job Enrichment)

 

Job Enrichment (Aufgabenbereicherung)
bezeichnet die Zusammenfassung von mehreren strukturell verschiedenen Teilaufgaben. Die Bereicherung des Aufgabenbereiches erfolgt dadurch, dass die Arbeitsaufgabe nicht nur horizontal (s. „Job Enlargement“), sondern auch vertikal im Sinne höherer Arbeitsanforderungen ausgeweitet wird. Auf eine Einzeltätigkeit bezogen, bedeutet Job-Enrichment, dass zu der reinen Ausführung der Tätigkeit auch planende und kontrollierende Elemente hinzukommen.

 

Job Rotation
systematischer Arbeitsplatz-/Aufgabenwechsel; ermöglicht Mitarbeitern, gleichzeitig zusätzliche erweiterte Fach- und Sozialkompetenzen zu erwerben und bereichsübergreifende Zusammenhänge kennenzulernen.

 

Just in time-Anlieferung
Nachschublieferung zum rechten Zeitpunkt: Lieferungssystem für Produktionsmaterial mit kurzfristigen Abrufterminen, wodurch ein kontinuierlicher Materialfluss ohne Lagerhaltung sichergestellt wird. (s. auch „Kanban)

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K

 

Kaizen
(jap. „Kai“ = Veränderung, „Zen“ = gut, glücklichmachend); das ständige Verbessern betrieblicher Abläufe in kleinen Schritten unter Beteiligung aller Mitarbeiter, d. h. auf allen Ebenen. „Kleine Schritte“ bedeutet dabei, dass im Gegensatz zum betrieblichen Vorschlagswesen auch einfache und wenig spektakuläre Verbesserungsvorschläge eingebracht, Ernst genommen und umgesetzt werden.

 

Kanban
(jap. „Kanban“ = Tafel). Informationsmittel zur Bestellung fristgerechter Nachlieferung von Produktionsmaterial zur Vermeidung eigener Lagerhaltung: Eine bestimmte Menge jeweils im Produktionsprozess einlaufender Teile erhält eine Kennzeichnungstafel, deren Rückgabe bei absehbarem Aufbrauch der Teile eine sofortige Anschlusslieferung auslöst. (s. auch „Just in time-Anlieferung)

 

Kommunikationstraining
Verhaltenstraining mit dem Ziel, Mitarbeiter zu einer erhöhten Bereitschaft zur Kommunikation und Zusammenarbeit anzuleiten. Die Teilnehmer werden befähigt, Gespräche und Zusammenarbeitsformen nach verschiedenen Anlässen und Zielen zu differenzieren und zu erkennen, welches Verhalten sich fördernd bzw. hemmend für Kommunikation und Kooperation auswirkt.

 

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)
Ständige Suche nach den Ursachen von Problemen und Verbesserungsmöglichkeiten in sämtlichen Betriebsbereichen durch alle Mitarbeiter eines Unternehmens. Das Ziel von KVP ist die kontinuierliche Verbesserung aller Aktivitäten im Unternehmen. (s. „Betriebliches Vorschlagswesen“, „Kaizen)

 

Kundenorientierung
Kundenorientierung als konsequent verfolgte Unternehmensleitlinie bedeutet, sämtliche Unternehmensaktivitäten auf die Optimierung des Nutzens für externe Kunden auszurichten. Die Umsetzung dieses Zieles in den betrieblichen Alltag setzt voraus, dass jeder Mitarbeiter die Anforderungen des Kunden an das Produkt und das Unternehmen kennt. Interne Kundenorientierung, das heißt die Orientierung auch an innerbetrieblichen Kunden, trägt dabei wesentlich zu externer Kundenorientierung bei.

 

KVP
s. „Kontinuierlicher Verbesserungsprozess“

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L

 

Lean Management (schlankes Management)
Amerikanischer Begriff für ein Modell der japanischen Unternehmensführung, das die Tätigkeiten im Unternehmen reduziert auf diejenigen Tätigkeiten, die "wirklich notwendig" und wertschöpfend sind. Das Ziel von Lean Management ist es, Kosten zu senken, Qualität zu steigern und somit das Unternehmen zu effektivieren.

 

Lean Production (schlanke Produktion).
Der Begriff wurde durch das MIT („Massachusetts Institute of Technology“) in der zweiten Hälfte der 80er geprägt und geht auf eine fünf Jahre dauernde Studie zurück, bei der 90 Fabriken und hunderte von Zulieferbetrieben in der Automobilindustrie aus den USA, Japan und Europa untersucht wurden. Hauptorganisationsmerkmale der Lean Production sind zum einen, dass ein Maximum an Aufgaben und Verantwortlichkeiten auf jene Arbeiter übertragen wird, die vor Ort tatsächlich Wertschöpfung am Auto erbringen. Zum anderen wird ein System der Fehlerentdeckung installiert, das jedes entdeckte Problem schnell auf seine Ursache zurückführt.

 

Lerninsel
arbeitsplatznahe Lernform, bei der reale betriebliche Teileinheiten mit allen arbeitsorganisatorischen Problemen/Strukturen mit realen oder fiktiven Produkten/Geschäftsvorfällen arbeiten und daran lernen. Typisch sind z. B. Übungsabteilungen im Kundenservice, von Auszubildenden geführte Abteilungen usw.

 

Lernstatt (LS)
Wortkombination aus Lernen und Werkstatt; Lernform, bei der experimentelles, selbstbestimmtes Lernen am Arbeitsplatz stattfindet. Sie wurde zur Integration ausländischer Mitarbeiter in Großunternehmen entwickelt und findet heute in verschiedenen Lernbereichen Anwendung. Inhalte sind z.B. die Steigerung von Arbeits-/ Produktqualität, Einführung neuer Verfahren, Kostensenkungsprogramme. Die Lernstatt ist ein typisches Instrument der Organisationsentwicklung: Zeitliche begrenzte Kleingruppe mit gemeinsamen Bezug, die sich freiwillig regelmäßig mit einem Moderator trifft und Arbeitsprobleme bespricht/bearbeitet.

 

Lernende Organisation
Unternehmen, das sich permanent an relevante Umweltveränderungen anpasst und durch konsequente Entwicklung von Kernkompetenzen die Basis für dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit schafft. Eine lernende Organisation setzt das Verständnis voraus, dass „der Weg das Ziel ist“ und sich Lernprozesse auf die gesamte Organisation beziehen. (s. auch „Organisationsentwicklung“)

 

Lerntransfer
Im Kontext betrieblicher Weiterbildung bezeichnet Lerntransfer die Übertragung von Lerninhalten aus der Lernsituation in die betriebliche Anwendungssituation. (s. Transfersicherung)

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M

 

Management by Objectives (MbO)
(= Führen mit Zielvereinbarungen); ein zunehmend in Unternehmen eingesetztes Instrument zur Mitarbeiterführung. Die Führungskraft beurteilt dabei die Leistung des Mitarbeiters nicht aufgrund seiner Anwesenheit am Arbeitsplatz, sondern aufgrund von Zielvereinbarungen. Führungskraft und Mitarbeiter vereinbaren dabei sachliche Ziele, die es in einem bestimmten Zeitraum vom Mitarbeiter zu erreichen gilt, und bewerten die Erreichung der Ziele im Anschluss gemeinsam.

 

Maßgeschneiderte Qualifizierung
Qualifizierungsform, die in enger Abstimmung mit dem Unternehmen und den betrieblichen Beteiligten konzipiert und durchgeführt wird. Hierzu zählen sowohl Seminare und Trainings zu bestimmten Inhalten (Qualifizierung im engeren Sinne) als auch zusätzliche Dienstleistungen wie eine systematische Bedarfsanalyse, Maßnahmen zur Transfersicherung und Erfolgsermittlung sowie - je nach Bedarf - auf das Unternehmen zugeschnittene Beratungs- und Unterstützungsleistungen (Qualifizierung im weiteren Sinne).

 

MbO
s. „Management by Objectives“

 

Methodenkompetenz
fachübergreifende Qualifikation (s. „Schlüsselqualifikationen); Fähigkeit und Bereitschaft, Mittel und Wege zur erfolgreichen Aufgabenbewältigung zu kennen und anzuwenden. Hierzu zählt vor allem, Probleme zu erkennen und mit Hilfe von geeigneten Strategien selbständig zu lösen. Zur Methodenkompetenz gehören z.B. Strategien zur Informationsbeschaffung, Arbeitsplanung, Arbeitsstil, Anpassungsfähigkeit, Problemlösungs- und Kreativitätstechniken.

 

Mitarbeiterbeteiligung
bedeutet, die Mitarbeiter eines Unternehmens bewusst an betrieblichen Entscheidungsprozessen zu beteiligen und sie bei der Gestaltung von Ablaufprozesse mit einzubeziehen. In einer zweiten Bedeutung bezeichnet Mitarbeiterbeteiligung eine Teilhaberschaft am Unternehmen, z. B. in Form von Aktienbesitz.

 

Mitarbeiterorientierung
Mitarbeiterorientierung bezeichnet die Grundhaltung eines Unternehmens, jeden Mitarbeiter als prinzipiell wertvoll für das Erreichen von Zielen zu betrachten. Die Kenntnisse und Fähigkeiten der Mitarbeiter werden als wesentliches Potenzial der Organisation betrachtet.

 

Mitarbeiterpotenzial
Gesamtheit aller Fähigkeiten, Kenntnisse und Begabungen eines Mitarbeiters, die für seine Leistung oder sein Leistungsvermögen relevant sind und die für ein Unternehmen nutzbar gemacht werden können. Eine gute Kenntnis des Mitarbeiterpotenzials ist wesentliche Grundlage für eine zielgerichtete Personalentwicklung. Für die Ermittlung des Mitarbeiterpotenzials gibt es eine Reihe unterschiedlicher, systematischer Verfahren, von denen das bekannNeue das Assessment-Center ist.

 

Moderationstechnik
Methode zur Aktivierung von Teilnehmern, zur Sammlung und Visualisierung von Ideen, Vorkenntnissen, Erfahrungen und Wünschen, zur Strukturierung von Diskussionen und zur Präsentation von Ergebnissen. Zu den wichtigsten Hilfsmitteln zählen Flipcharts, verschiedenfarbige Karten, Klebepunkte und Filzstifte.

 

Modularorganisation
Aufhebung der tayloristischen Arbeitsteilung und -zerlegung. Statt dessen komplexe, ganzheitliche in sich sinnvolle Arbeitsaufgaben, die von einem Mitarbeiterteam weitgehend selbständig erledigt werden. Beispiele für Modularorganisationen sind Arbeitsinseln, teilautonome Gruppen oder Profit Center.

 

Modulsystem
gestufte Kombination verschiedener Qualifizierungseinheiten (= Module), die auch einzeln belegt werden können (Baukastensystem). Dies ermöglicht ein differenzierteres Lernen, da sich Teilnehmer/Unternehmen entsprechend ihrer Vorkenntnisse und Verwendungsinteressen individuelle Programme zusammenstellen können.

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N

 

Neurolinguistisches Programmieren (NLP)
Gezielte Beeinflussung eines Menschen durch das Nutzen seiner bevorzugten Wahrnehmungskanäle. Kommunikationstechnik, die von amerikanischen Hypnoseforschern entwickelt wurde und mittlerweile in der betrieblichen Weiterbildung (vorzugsweise von Führungskräften) eingesetzt wird.

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O

 

Organigramm
Ein Organigramm zeigt, welche betriebliche Einheit einer anderen unterstellt ist. Es formalisiert in vereinfachter und übersichtlicher Weise die hierarchische Anordnung der Positionen, den Rang und die offizielle Bildung von Abteilungen, die in der Regel nach ihrer Hauptaufgabe benannt werden.

 

Organisationsentwicklung (OE)
bezieht sich auf die Entwicklung von Mitarbeitern und Gruppen in ihren organisatorischen Einheiten. OE bezeichnet eine Vielzahl von Methoden und Maßnahmen mit dem Ziel der langfristigen, systematischen Veränderung bzw. Entwicklung von Organisationsstrukturen und -prozessen. Organisationsentwicklung ist eine Veränderungsstrategie, bei der die aktive Beteiligung der Mitarbeiter Voraussetzung ist. (s. auch „Lernende Organisation)

 

Outsourcing
Auslagerung von Unternehmensbereichen und -leistungen, die nicht zum betrieblichen Kerngeschäft gehören.

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P

 

Personalentwicklung
Personalentwicklung ist die Gesamtheit aller Maßnahmen, die geeignet sind, die Handlungskompetenz der Mitarbeiter weiterzuentwickeln, zu erhalten und ständig zu erneuern. Ziel ist es, den Unternehmenserfolg unter weiNeugehender Berücksichtigung der Potentiale und Interessen der Mitarbeiter zu sichern.

 

Projekt-Lernen
Selbstgesteuerte, Arbeitsplatz orientierte Lernform, bei dem ein betriebliches Vorhaben bzw. eine zeitlich befristete Aufgabe gelöst werden soll und dabei mehrere Mitarbeiter (aus verschiedenen Funktionsbereichen) zielorientiert zusammenarbeiten.

 

Prozessorientiertes Management
Managementstil, der nicht auf die Optimierung des betrieblichen Outputs sondern auf die Optimierung der betrieblichen Ablaufprozesse ausgerichtet ist. Im Gegensatz zum ergebnisorientierten ist der prozessorientierte Managementstil auch mitarbeiterorientiert. Ein prozessorientierter Manager fördert und unterstützt seine Mitarbeiter bei der Verbesserung ihrer Arbeitsabläufe.

 

Profit Center
An Objekten (Produktgruppen, Regionen) orientierte organisatorische Teileinheit eines Unternehmens, für die eine eigene Gewinn- und Verlustrechnung durchgeführt wird.

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Q

 

Qualifizierungsberatung
Form der Weiterbildungsberatung, bei der es vorwiegend darum geht, Unternehmen bei der Ermittlung und Befriedigung des Bildungsbedarfs zu helfen, der aufgrund von Veränderungen durch neue Technologien oder moderne Formen der Personal- und Organisationsentwicklung entsteht.

 

Qualitätszirkel (QZ)
Auf Dauer angelegte Kleingruppen (z. B. Mitarbeiter aus einer Abteilung), die regelmäßig über Arbeitsprobleme sprechen, Lösungen erarbeiten oder sich über Wissensinhalte informieren (z. B. über neue Technologien). Die QZ-Idee geht davon aus, dass die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz/-bereich selbst am besten kennen und deshalb auch ein großes Problemlösungs-/Kreativitätspotential haben. Die Gruppe setzt dabei Problemlösungstechniken ein und wird von einem Moderator unterstützt.

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R

 

Reorganisation
alle Bemühungen, eine Gesamtorganisation oder wesentliche Teile davon, wie z. B. Vertrieb oder Produktion, mit dem Ziel der Effizienzverbesserung zu verändern. Hierunter fallen nicht nur technische Veränderungsmaßnahmen, sondern auch hiermit in unmittelbarer Verbindung stehende qualifikatorische Veränderungen. Reorganisationen sind oftmals verbunden mit flacheren Hierarchien, einer stärkeren Einbeziehung und Beteiligung von Mitarbeitern sowie einer Verbesserung des innerbetrieblichen Informationsflusses.

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S

 

Schlanke Produktion
s. „Lean Production.

 

Schlüsselqualifikationen
Auch extra-funktionale bzw. fachübergreifende Qualifikationen; Schlüsselqualifikationen ergänzen und erweitern fachliche Qualifikationen und können nur gemeinsam (integriert) mit diesen entwickelt und gefördert werden. Hierunter fallen methodische Qualifikationen (Arbeitsmethoden) und soziale Qualifikationen (Kommunikations- und Teamfähigkeit). (s. „Sozialkompetenz“, „Methodenkompetenz)

 

Simultaneous Engineering
Innovationsförderndes Produktionskonzept, das durch paralleles Arbeiten in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Fertigung gekennzeichnet ist. Zwischenergebnisse werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt an andere Bereiche weitergeleitet, so dass derselbe Entwicklungsauftrag an mehreren Stellen im Betrieb gleichzeitig bearbeitet wird. Ziel ist es, die Entwicklungszeit zu verkürzen und selbst bei nicht endgültig feststehenden Produktparametern frühzeitig mit der Fertigungsvorbereitung und -einrichtung zu beginnen.

 

Sozialkompetenz
fachübergreifende Qualifikation (s. „Schlüsselqualifikationen); Sozialkompetenz bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, „konstruktiv mit sich und anderen umzugehen“. Dazu gehört insbesondere die Fähigkeit, in Problemsituationen konstruktiv miteinander umzugehen und an der Realisierung gemeinsamer Ziele mitzuwirken.

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T

 

Taylorismus
Der amerikanische Ingenieur Frederick Winslow Taylor (1856-1915) legte Anfang des 20. Jahrhunderts mit seiner „Theorie der wissenschaftlichen Betriebsführung“ die Grundlage für die industrielle Massenproduktion. Hauptanliegen Taylors war es, die Arbeitsvorbereitung an ausgebildete Spezialisten zu übertragen: „Jede mögliche Gehirnarbeit sollte aus der Werkstatt herausgenommen und in der Planungs- und Arbeitsvorbereitungsabteilung zentralisiert (s. Zentralisation) werden.“ (F.W. Taylor, 1911). Die Arbeitsvorbereitungsabteilung sollte auf der Grundlage genauer Zeit- und Arbeitsablaufstudien eine optimale Tätigkeitsabfolge verwirklichen, bei der alle überflüssigen Bewegungen und unnötigen Pausen vermieden werden.

 

Teamarbeit
bezeichnet die Arbeit in kleinen, funktions-gegliederten Arbeitsgruppen mit gemeinsamer Zielsetzung, relativ intensiven wechselseitigen Beziehungen und einem ausgeprägten Gemeinschaftsgeist und Gruppenzusammenhalt unter den Mitgliedern. Teamarbeit ist dann sinnvoll, wenn wachsende Aufgabenkomplexitäten die Einzelverantwortung und -kapazität übersteigt, ein hoher Innovationsbedarf koordiniert und effizienter genutzt werden soll oder Demokratisierungstendenzen und schlankere Organisationsformen klassische Hierarchien ablösen.

 

Teamentwicklung
Anlass von Teamentwicklung ist nicht ein akutes Problem, sondern der generelle Wunsch des Managements oder der Gruppe, den Zusammenhalt und die Effizienz einer neugegründeten oder schon bestehenden Arbeitsgruppe zu steigern. Im Vordergrund steht die Interaktion (Kommunikation, Kooperation) in der Gruppe. Konkrete Ziele von Teamentwicklung können sein: Entwicklung von Gruppenzielen, Entwicklung von gegenseitigem Vertrauen, Unterstützung, Sicherheit, offene Kommunikation, Rollenklärung der einzelnen Gruppenmitglieder usw. Teamentwicklung wird oft auch als „kleine“ Organisationsentwicklung bezeichnet und reicht von einmaligen Seminaren/Workshops bis zum dauerhaften Systemcoaching.

 

Teilautonome (Arbeits-)Gruppen
Form der Gruppenarbeit in Kleingruppen, die für eine abgegrenzte, meist komplexe Aufgabe weitgehend selbstverantwortlich (= teilautonom) bezüglich Leitung, Strukturierung und Ergebnis ihrer Arbeit sind.

 

Top-down
(hierarchisch: von oben nach unten); Entwicklung von Ideen und Ingangsetzen von Maßnahmen seitens der Führungskräfte bzw. der Geschäftsführung. (s. „Bottom-up)

 

Total Quality Management (TQM)
Betriebliches Konzept zur Erreichung maximaler Qualität aller betrieblichen Prozesse als vorrangiges Ziel.

 

TQM
s. „Total Quality Management“

 

Training-on-the-job
Bildungsmaßnahmen, die am Arbeitsplatz und zum Teil auch während der Arbeitszeit stattfinden. Sie nehmen an Bedeutung vor allem in Kleinen und Mittleren Unternehmen zu, da die Abwesenheit vom Arbeitsplatz bei dünner Personaldecke schwierig ist und die Effizienz von Bildungsmaßnahmen, die direkt am Arbeitsplatz stattfinden und sich direkt auf betriebliche Probleme beziehen, größer ist. Hierunter fallen beispielsweise Lernprogramme für Computer, Qualitätszirkelarbeit, Arbeitsunterweisungen oder unternehmensinterne Workshops während der Arbeitszeit.

 

Training-off-the-job
Bildungsmaßnahmen, die in Schulungsräumen, oftmals bei externen Bildungsanbietern, stattfinden und bei denen in der Regel unterschiedliche Teilnehmergruppen qualifiziert werden. Ihre Bedeutung ist tendenziell abnehmend, da sie sehr teuer sind und zudem hohe Transferprobleme in die jeweilige Arbeitssituation mit sich bringen.

 

Transfersicherung
Alle Maßnahmen, die vor, während und nach einer Qualifizierung getroffen werden können, um die optimale Anwendung von Lerninhalten im betrieblichen Funktionsfeld sicherzustellen und damit den Nutzen betrieblicher Weiterbildung zu steigern. (s. auch „Lerntransfer)

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U

 

Unternehmenskultur
System von Wertvorstellungen, Verhaltensnormen, Denk- und Handlungsweisen eines Unternehmens, das sich aus dem Verhalten der Organisationsmitglieder gebildet hat und das umgekehrt formal oder informal die Verhaltensweisen der Organisationsmitglieder steuert.

 

Unternehmensleitbild
Im Leitbild werden die Grundsätze formuliert, die das Unternehmen in allen seinen Handlungen und Entscheidungen nach innen und außen leitet.

 

Unternehmensverbund
Kooperation mehrerer Unternehmen mit dem Ziel, bestimmte Vorhaben gemeinschaftlich anzugehen, um Kosten zu sparen und voneinander zu profitieren. Ziel eines Unternehmensverbundes im Zusammenhang mit betrieblicher Weiterbildung kann z. B. sein, sich die Kosten für Qualifizierung und Beratung zu teilen.

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W

 

Weiterbildungsbeauftragter
Mitarbeiter, der vor allem in Kleinen und Mittleren Unternehmen haupt- oder nebenamtlich mit Fragen der betrieblichen Weiterbildung beauftragt ist.

 

Wissensmanagement
Systematische und zielorientierte Nutzung, Entwicklung und Anwendung von Wissen und Fähigkeiten von Einzelpersonen oder einer Organisation. Durch Schaffung personenunabhängiger Lernsysteme kann das von den Organisationsmitgliedern geteilte Wissen weiterentwickelt werden.

 

Workshop
Kurze (mehrstündige oder mehrere Tage dauernde) Veranstaltungsform zur Ideenfindung, Problemlösung oder zum Erfahrungsaustausch. Der Workshop wird mit Hilfe von Kreativitäts-, Problemlösungs- und Moderationstechniken, teilweise unter Einbeziehung eines Moderators oder Experten, geführt. Im Vordergrund steht die aktive gemeinsame Problembearbeitung durch alle Teilnehmer.

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Z

 

Zentralisation
Bündelung und Fokussierung von Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Entscheidungsbefugnissen und Handlungsspielräumen an einer Stelle. Eine Organisation hat einen hohen Grad an Zentralisation, wenn die formale Autorität für alle Entscheidungen bei einer einzigen Person/Personengruppe liegen. Dezentralisiert ist eine Organisation, in der die Mitglieder der mittleren und unteren Ebenen relativ große Handlungsspielräume und Entscheidungsbefugnisse haben.

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